Dichter und ihre Heimatorte – hie Liebe, da Hass, zuweilen auch die kreative Melange aus beidem – bevölkern die Literaturgeschichte seit jeher. Dass einer seine Autobiographie, noch dazu im relativ vitalen Schriftsteller-Alter von 52 Jahren, nach „seiner“ Stadt benennt, ist aber schon ungewöhnlich. Orhan Pamuk wurde nicht zuletzt für dieses, sein persönlichstes Buch - „Istanbul“ – 2006 mit dem Literatur-Nobel-Preis ausgezeichnet.