
Auf dem Betze zu Hause
Der 1. FC Kaiserslautern, gegründet im Jahr 1900, ist ein traditionsreicher Fußballverein aus Kaiserslautern mit rund 35.200 Mitgliedern. Neben Fußball werden auch weitere Sportarten angeboten.
Der Verein war Gründungsmitglied der Bundesliga 1963 und spielte bis 1996 ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse. Zu den größten Erfolgen zählen vier deutsche Meisterschaften (1951, 1953, 1991, 1998) sowie zwei DFB-Pokalsiege (1990, 1996). Besonders bemerkenswert ist der Gewinn der Meisterschaft 1998 als Aufsteiger, ein bis heute einzigartiger Erfolg im deutschen Fußball. International erreichte der FCK das Viertelfinale der Champions League 1999 und zweimal das Halbfinale im UEFA-Pokal (1982, 2001).
Das Fritz-Walter-Stadion, ursprünglich 1920 als Betzenbergstadion eröffnet, ist die Heimspielstätte des 1. FC Kaiserslautern und liegt hoch über der Stadt auf dem Betzenberg. Mit einer Kapazität von knapp 50.000 Zuschauern zählt es zu den größeren Fußballarenen Deutschlands. Seit 1985 trägt das Stadion den Namen von Vereinsidol Fritz Walter.
Fritz Walter (1920–2002) gilt als herausragende Identifikationsfigur des 1. FC Kaiserslautern. Er spielte seine gesamte Profikarriere über 30 Jahre ausschließlich für den FCK, führte die Mannschaft als Kapitän zu zwei deutschen Meisterschaften (1951 und 1953) und prägte die sogenannte „Walter-Elf“ der 1950er Jahre. Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft führte Fritz Walter das Team 1954 zum Gewinn der Weltmeisterschaft im „Wunder von Bern“. Weitere FCK-Spieler der Weltmeistermannschaft waren Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Werner Liebrich und Ottmar Walter.
Auch der Spitzname „Rote Teufel“ des 1. FC Kaiserslautern geht auf die 1950er Jahre zurück und ist eng mit Fritz Walter verbunden. Während des Zweiten Weltkriegs spielte Fritz Walter in der Militärmannschaft der „Roten Jäger“. Nach dem Krieg setzte er sich dafür ein, dass der FCK komplett rote Trikots trug. Die Kombination aus der roten Farbe und der schnellen, kämpferischen, „teuflischen“ Spielweise der Mannschaft führte dazu, dass die Spieler bald als „Rote Teufel“ bekannt wurden.