Rheinland-Pfalz Am Rande: Teure Sehnsucht nach Pristina

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Pristina ist die Hauptstadt eines der ärmsten Länder Europas, des Kosovo. Der gilt bisher nicht unbedingt als begehrtes Reiseziel. Merkwürdigerweise ging es aber meist um Flüge nach Pristina, wenn in den vergangenen Jahren über gefälschte Tickets berichtetet wurde. Jetzt hat es einen 37-Jährigen aus Kaiserslautern erwischt. Der Mann habe über ein vermeintliches Reisebüro telefonisch zwei Flugtickets bestellt und für Hin- und Rückflug 500 Euro bezahlt, meldete das Polizeipräsidium Westpfalz gestern. Beim Einchecken am Flughafen in Stuttgart dann am Samstag der Schock: Die Buchungsnummern existierten nicht, die beiden Kaiserslauterer standen auch nicht auf der Passagierliste der Charter-Airline. Es handelte sich offensichtlich um gefälschte E-Flugtickets. Um doch noch nach Pristina zu kommen, kaufte der 37-Jährige neue, echte Tickets. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Betreiber des angeblichen Reisebüros – wo das seinen Sitz hat, dazu gab es gestern keine Informationen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen berichtete über einen ähnliches Fall – dabei ging es um gefälschte Tickets für 700 Euro, Ziel war ebenfalls Pristina. Die Schweizer Reklamationszentrale warnte gerade vor eine Reihe von Fake-Airlines, die mit günstigen Reisen nach Pristina locken. Auch bereits im vergangenen Jahr sollen Schweizer – meist mit kosovarischen Wurzeln – nicht zum Sommerurlaub in ihre Heimat gekommen sein, auch sie hätten gefälschte Flugtickets bei Betrügerfirmen gekauft. Diese operieren oft mit Namen, die jenen von seriösen Firmen zum Verwechseln ähnlich sind. Warum aber geht es meist um das Ziel Pristina? „Keine Ahnung, da muss ich passen“, sagt Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort. Er rät aber, solche Schnäppchenangebote genau zu überprüfen. Das gilt freilich nicht nur bei Sehnsucht nach Pristina ...

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