Rückblick 2021: Januar bis Juni Empfang im Netz, Beschluss für Kohl-Allee
Januar
Ruhiger Auftakt. Wegen Ausgangssperre und Böllerverbot verläuft die Neujahrsnacht relativ ruhig. Die Stadt registriert nur 14 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen.
Neujahrsempfang im Netz. Wegen Corona findet der Neujahrsempfang der Stadt nur digital statt. Die Neujahrsempfänge in den Stadtteilen werden abgesagt.
Schneedecke. Das seltene Vergnügen einer weißen Winterlandschaft kosten viele Familien aus.
Februar
Land unter. Wegen Hochwassers wird der Stadtpark auf der Parkinsel gesperrt. Das Ordnungsamt muss 300 Personen aus dem Park verweisen.
Leiche in Oppau. Eine 47-jährige Frau wird tot in ihrer Wohnung in der Breitscheidstraße aufgefunden. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Doch es gelingt nicht, einen Tatverdächtigen zu fassen.
Auftakt für Pesch-Siedlung. Erste Arbeiten für die Heinrich-Pesch-Siedlung beginnen. Büsche und Bäume auf dem Gelände zwischen West und Oggersheim werden gerodet.
März
Protest. Monteursunterkünfte sorgen in Oppau für Ärger. 300 Anwohner haben einen Brief an die Stadt geschickt und fordern, dass etwas unternommen wird. Das zeigt Wirkung: Die Stadt kontrolliert verstärkt. Die BASF fordert Fremdfirmen auf, sich bei der Unterbringung der Arbeiter an Mindeststandards zu halten. Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, eine Satzung gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum zu erstellen.
Brandstifter. In Oggersheim werden immer wieder Mülltonnen und Altkleidercontainer angezündet. An einem Gebäude entsteht ein Schaden von über 60.000 Euro. Die Polizei ermittelt einen 38-jährigen Tatverdächtigen, der insgesamt 28 Mülltonnen angezündet haben soll.
App für die Stadt. Die neue Ludwigshafen-App „LU digital“ des Stadtmarketings geht an den Start.
Note ausreichend. Beim Fahrradklima-Test vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub bekommt die Stadt die Schulnote 4,18. Ein Problem sind zugeparkte Radwege. Der Test soll Politik und Verwaltung Hinweise für Verbesserungen geben.
Umstrittene Bauplanung. Die Pläne für 146 neue Sozialwohnungen im Erfurter Ring in Ruchheim stoßen auf Protest der Anwohner. Es gebe zu wenig Parkplätze, die ÖPNV-Anbindung und die Auto-Zufahrt seien nicht ausreichend, ebenso fehlten Kita- und Grundschulplätze. Die Verwaltung bessert daraufhin ihre Pläne nach.
April
Kirche abgerissen. Der Abriss der vor 15 Jahren geschlossenen Kirche Heilig Kreuz im Stadtteil West wird abgeschlossen. Ein Investor baut dort ein Wohnhaus mit 35 Wohnungen.
Teenager flüchtet. Eine armenische Familie wird aus Ludwigshafen abgeschoben. Der 16-jährige Sohn flieht und taucht unter. Später stellt er sich den Behörden und kommt in einem Heim unter. Die Klagen gegen die Abschiebung bleiben erfolglos.
Mai
Rabatte statt Rasen. Der Ludwigsplatz in der Innenstadt wird für 70.000 Euro aufgewertet.
3000 Plätze fehlen. In Ludwigshafen fehlen über 3000 Betreuungsplätze in den Kitas. Ein neues Kita-Gesetz setzt die Stadt beim Betreuungsnotstand noch stärker unter Druck.
Gedenken vor dem Werkstor. Eine „Stolperschwelle“ erinnert am BASF-Besucherzentrum an die rund 30.000 Zwangsarbeiter, die in Ludwigshafen im IG Farben-Werk ausgebeutet wurden. Der Chemiekonzern setzt erst 76 Jahre später ein sichtbares Zeichen.
Juni
Helmut-Kohl-Allee. Der Stadtrat beschließt, die neue Stadtstraße – der Ersatz für die marode Hochstraße Nord – nach Helmut Kohl zu benennen. Vier Jahre nach seinem Tod würdigt die Stadt damit den Altkanzler.