Ludwigshafen
Ludwigsplatz wird geliftet
Resolut, bestimmt, schnörkellos: So kennt man Gabriele Bindert, die Leiterin des Bereichs Grünflächen und Friedhöfe. Im Ortsbeirat ließ sie am Mittwochabend bei ihrem kompakten und temporeichen Vortrag dann auch gar keinen Zweifel aufkeimen, dass der Ludwigsplatz ein Lifting braucht. „Sein Zustand ist nicht zufriedenstellend.“ Bindert belegte ihr Anliegen mit Bildern von geschundenen Rasenflächen und warb energisch dafür, dem grünen Schmuckstück in der City eine Auffrischung zu verpassen. Angefangen von einem neuen Beregnungssystem bis zu einer neuen Bepflanzung und der Auflockerung des ausgetrockneten Bodens durch spezielle Injektionen. Letzteres soll am Ende auch für eine bessere Standsicherheit der Platanen sorgen, die im Sommer willkommene Schattenspender sind. Als Vorbild nannte Bindert das „Labor Ebertpark“, wo man mit dem Setzen von Stauden und Gräsern gute Erfahrungen gemacht habe.
Erste Resultate im Sommer
Konkret sollen im Mittelbereich des Platzes zwei Beete entstehen, ein drittes Beet im südlichen Bereich an der Bahnhofstraße. Die vorgesehenen Stauden und Gräser seien pflegeleicht und werteten den Platz optisch auf. „Das ist auch etwas fürs Auge.“ Ein weiterer Vorteil laut Bindert: Diese Bereiche seien nicht begehbar und würden dem Platz „zum Wohl der Nutzer“ Struktur geben. Zudem sei das eine relative günstige und rasch umsetzbare Lösung, sagte Bindert, ohne Kosten zu nennen. Nachfragen aus der Runde dazu gab es nicht. Noch diesen und im nächsten Monat könnte mit den Pflanzungen begonnen werden, stellte Bindert in Aussicht. „Dann können sich die Leute schon im Sommer daran erfreuen. Der Nutzungsdruck auf Grünanlagen ist pandemiebedingt riesengroß“, sagte die Grünflächen-Leiterin.
Einstimmiges Votum
Mit dem Konzept werde nicht in die Wegeführung des Platzes eingegriffen, versicherte Bindert als Reaktion auf eine Anfrage von Ortsvorsteher Christoph Heller (CDU). Er sprach von einem „wunderschönen Platz“, der ein Aushängeschild der Innenstadt sei. Seine Bedingung für eine Zustimmung: Beliebte Veranstaltungen wie der Musikalische Mittag müssten weiterhin möglich sein. Bindert garantierte ihm, dass die neue Bepflanzung derlei oder andere Veranstaltungen nicht ausschließe. Eine „Blühwiese“, wie sie von den Grünen ins Spiel gebracht wurde, sei nicht vorgesehen. Und resolut, bestimmt und schnörkellos, wie sie nun mal ist, meinte Bindert zum Abschluss: „Bekomme ich jetzt noch ein Votum?“ Das bekam sie. Und zwar – wie gewünscht – ein einstimmiges.