Frankenthaler Umland Behördenärger und Trauerfälle: Meistgelesene Artikel 2024
Platz 10: Seltener Gendefekt
Ein Teenager aus Heßheim ist den Eltern zufolge eine von nur 500 Personen mit einem seltenen Gendefekt. Der RHEINPFALZ berichten die Eltern, wie schwierig es ist, Unterstützung zu erhalten und einen Alltag zu stemmen, der maßgeblich von der Pflegebedürftigkeit des Kindes bestimmt wird.
Platz 9: Unfall in der Waldschlucht
Eine Frau aus Bobenheim-Roxheim wird bei einem harmlosen Familienausflug im Wald bei Trippstadt von einem plötzlich zerberstenden Baum schwer am Rücken getroffen. Die Geschichte darüber, wie sie Monate nach dem Unfall noch immer mit den Folgen zu kämpfen hat, interessiert viele RHEINPFALZ-Abonnenten.
Platz 8: Trauer beim MTSV Beindersheim
Schockiert und sprachlos sind die Mitglieder des MTSV Beindersheim im Sommer, nachdem der langjährige Fußballjugendleiter Christian Höllriegl unerwartet im Alter von 49 Jahren gestorben ist. Höllriegl war auch als FWG-Mitglied im Gemeinderat Beindersheim aktiv.
Platz 7: Ärger mit Ausländerbehörde
Die meisten Bürger im Rhein-Pfalz-Kreis haben wenig bis keine Berührungspunkte mit der Ausländerbehörde. Diejenigen aber, die auf die Dienste angewiesen sind, verzweifeln seit mindestens zwei Jahren regelmäßig an der Nichterreichbarkeit der zuständigen Sachbearbeiter. In mehreren Artikeln berichtet die RHEINPFALZ über eine Behörde am Rande ihrer Funktionalität. Am meisten interessiert Leser der Text, der öffentlich macht, das sich die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion eingeschaltet hat.
Platz 6: Schweinepest bei Tieren in Gerolsheim
Auch wenn die Afrikanische Schweinepest für Menschen ungefährlich ist, möchte sie wohl niemand in der Nähe haben. Der erste Fall in Rheinland-Pfalz, bei dem der Erreger in einem Hausschwein nachgewiesen wird, betrifft im August einen kleinen Betrieb in Gerolsheim. Großbetriebe gibt es in der eingerichteten Sperrzone Gott sei Dank nicht, dennoch führt der Fund zu wochenlangen Einschränkungen für alle Betroffenen.
Platz 5: Tierärzte sammeln Hunderte Tiere ein
Das Lambsheimer Gartengebiet Kappenacker ist Bürgern und Politikern wegen Müllhalden, Bausünden und fragwürdiger Tierhaltung seit Langem ein Dorn im Auge. Anfang 2024 handelt die zuständige Kreisverwaltung. Tierärzte sammeln in mehreren Einsätzen Hunderte von Tieren ein. Die meisten sind vernachlässigt und krank. Kein Wunder, dass das Thema auf ein großes Leserinteresse stößt.
Platz 4: Kleinkrieg im Dorf
Eine Geschäftsaufgabe in Großniedesheim sorgt im Herbst für Aufsehen, weil der Inhaber des Bäckereiladens öffentlich über die Hintergründe der Schließung spricht. Aus seiner Sicht ist der Ortsbürgermeister schuld, dieser habe nicht ausreichend unterstützt. Das sieht der Angegriffene ganz anders. Der Geschäftsmann klebt Aushänge ins Schaufenster, auf denen er mehr oder weniger deutlich gegen den Ortschef und dessen Partei wettert.
Platz 3: Kfz-Zulassung wird zur Unmöglichkeit
Die personellen Probleme in der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis werden in diesem Jahr ausführlich dokumentiert und diskutiert. Besonders betroffen ist die Kfz-Zulassung mit ihren Außenstellen in Heßheim und Dudenhofen. Eine Zeit lang sind nicht einmal mehr die professionellen Zulassungsdienste in der Lage, Autos an- oder umzumelden. Die Außenstelle Heßheim bleibt nach einer Übereinkunft zwischen Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und Rhein-Pfalz-Kreis mehrere Monate geschlossen.
Platz 2: Eiscafé-Streit: Kritik an Bürgermeister
Die Geschichte um das Eiscafé in Großkarlbach nimmt einfach kein Ende. Nachdem die Denkmalbehörde den Plan des Betreibers, Stühle und Tische in der Nähe eines Kriegerdenkmals aufzustellen, abgelehnt hat, macht der frisch gewählte Ortsbürgermeister dem Inhaber Vorschriften zu baulichen Veränderungen, die mit der zuständigen Verwaltung gar nicht abgesprochen waren. Der Streit, über den die RHEINPFALZ im September berichtet, ist noch nicht vom Tisch und wird sich wohl im Jahr 2025 fortsetzen.
Platz 1: Tod im Gleisbett
Wenn ein Mensch in der Nähe von Bahngleisen von einem Zug erfasst wird, sind die Gedanken schnell bei einem möglichen Suizid. Einen solchen schließt die Staatsanwaltschaft aber im Fall des 19-Jährigen, der Ende 2023 nahe des Bahnhofs Bobenheim stirbt, schnell aus. Die Eltern des jungen Mannes wenden sich an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, Antworten darauf zu erhalten, warum ihr Sohn ungeplant den Zug in Bobenheim verlassen hat, obwohl er erst in Worms aussteigen wollte. Danach wurde er tödlich von einem Zug erfasst. Der Vater kritisiert, dass die Ermittler die Deutsche Bahn zu spät um Bildmaterial baten. Die Aufnahmen sind zu jenem Zeitpunkt bereits gelöscht. Warum der Junge starb, kann die Staatsanwaltschaft nicht abschließend beantworten, sie geht von einem Unfall aus. Der Artikel von Januar 2024 darüber, warum die Behörde die Ermittlungen dazu einstellen will, ist unter RHEINPFALZ-Abonnenten in diesem Jahr der meistgelesene aus dem Frankenthaler Umland.