Coronavirus Bilanz des Maskenkontrolltags: 2176 Personen ohne Mund-Nasen-Schutz

Maskenpflicht herrscht nicht nur in Bus und Bahn, sondern auch an Haltestellen.
Die Maskenpflicht gilt bisher in Bus und Bahn und auch an Haltestellen.

Der landesweite Maskenkontrolltag fand auch in vielen Gemeinden der Pfalz statt. In Rheinland-Pfalz sind am Mittwoch 3630 Personen kontrolliert worden. Dabei wurden 2400 Ordnungswidrigkeiten nach der Coronabekämpfungs-Verordnung festgestellt. In 2176 Fällen wurde keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen. Diese Personen seien überwiegend verwarnt worden, bilanziert das Landesinnenministerium. An den Kontrollen waren landesweit 230 Polizisten beteiligt.

Schwerpunkte der gemeinsamen Aktion von kommunalen Ordnungsbehörden und örtlichen Verkehrsbetriebe mit Unterstützung der Polizei waren neben dem ÖPNV und den dazugehörigen Haltestellen, Innenstadtbereiche und Einkaufszentren sowie weitere Orte, an denen eine Maskenpflicht besteht, wie etwa Gastronomiebetriebe. Teilweise wurden die Kontrollen gemeinsam durchgeführt.

Bußgeld in Höhe von 50 Euro

Ziel der Aktion war es, die bereits hohe Akzeptanz zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und deren wichtige Bedeutung zum Schutz der Mitmenschen in den öffentlichen Fokus zu rücken. Dabei wurden zahlreiche Bürgergespräche geführt, in denen die richtige Trageweise der Maske erläutert wurde. Das Bußgeld für den Verstoß gegen die Maskenpflicht beträgt in Rheinland-Pfalz 50 Euro.

In den meisten Städten fanden die Kontrollen zwischen 8 und 18 Uhr statt. Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Westpfalz kontrollierten die Polizeibeamten 1170 Personen. Kontrollgrund war in den meisten Fällen, dass die Mund-Nasen-Bedeckung an den vorgeschriebenen Örtlichkeiten nicht oder nicht richtig getragen wurde. Insgesamt wurden 464 Verstöße polizeilich festgestellt. Die hohe Zahl in der Westpfalz resultiert aus den verstärkten Kontrollen im Berufs- und Schülerverkehr.

In der Südwestpfalz waren die Beamten in Pirmasens und Zweibrücken unterwegs; dort wurden 110 Personen kontrolliert. In 108 Fällen haben die Kontrollierten keine Mundnasenbedeckung getragen.

In Kusel habe es keine Beanstandungen in Sachen Maskenpflicht gegeben und nur wenige Ansprachen wegen fehlenden Abstands. Einige Geschäftsinhaber oder Filialleiter häten sich regelrecht gefreut, dass Ordnungsamt und Polizei am Kontrolltag bei ihnen vorbeischauten, berichtete die Kuseler Polizei.

An Haltestellen die meisten Verstöße

Die Kollegen des Polizeipräsidiums Rheinpfalz kontrollierten in ihrem Beritt mit Schwerpunkt in Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Neustadt und Landau 453 Personen, davon 210 in Ludwigshafen, 46 in Speyer, 51 in Frankenthal, 46 in Neustadt und 100 in Landau. Insgesamt wurden 398 Verstöße festgestellt, davon 210 in Ludwigshafen, 46 in Speyer, 51 in Frankenthal 27 in Neustadt und 64 in Landau.

Auffallend bei den Kontrollen war, dass an den Haltestellen des ÖPNV viele die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung nicht trugen und scheinbar auch nicht wussten, dass dort eine Maskentragepflicht besteht, berichtet die Polizei.

Insgesamt ziehen die Polizeipräsidien eine positive Bilanz, „Sowohl mit Blick auf die Maskentragepflicht, als auch der Überprüfungsmaßnahmen war überwiegend Verständnis in der Bevölkerung festzustellen. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger hielt sich an die gültigen Vorschriften und musste daher erst gar nicht kontrolliert werden“, bilanzierte Innenminister Roger Lewentz.

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