Bürgermeisterwahl in Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Hortplätze für Schulkinder, Bürgerbus, Parken im Ortskern – die Ziele von Nadine Brinette (CDU)

Beim Verkehr gebe es in der Gemeinde einiges zu tun, sagt Nadine Brinette. Als Beispiele nennt sie fehlende Parkplätze in der Or
Beim Verkehr gebe es in der Gemeinde einiges zu tun, sagt Nadine Brinette. Als Beispiele nennt sie fehlende Parkplätze in der Ortsmitte von Contwig und die Gehwege in Stambach.

Langweilig wird einem in Contwig nicht. Das weiß Nadine Brinette (CDU), die Bürgermeisterin werden möchte. Eine bessere Hortbetreuung und ein Bürgerbus sind Themen, die sie zu bereits Begonnenem anstoßen möchte.

In den vergangenen Jahren ging es mit Contwig unheimlich voran: Im Ortsteil Stambach entstand ein neuer Kindergarten, in Contwig wurde mit dem Bau eines weiteren begonnen. Daneben wurden großflächig Baugebiete erschlossen, die Bauplätze gehen weg wie warme Semmeln, das Straßenausbauprogramm läuft ebenso wie die Ortskernsanierung, am Schachen plant die Diakonie ein Wohnviertel für Senioren, im Ortskern will Römerhaus ein Pflegeheim bauen.

Nadine Brinette, die für die CDU ins Rennen um das Bürgermeisteramt geht, weiß eines sicher: „Langeweile wird nicht aufkommen.“ Von all den ganzen Vorhaben, die in Contwig zum Teil schon angelaufen sind, ist ihr die Kinderbetreuung sehr wichtig. Gerade weil der Bau des neuen Kindergartens an der Maßweilerstraße zur Zeit ruht. Grund ist ein Rechtsstreit, der klären soll, wer am Schimmel in dem Gebäude schuld ist. „Das müssen wir ganz schnell in gerade Bahnen lenken“, betont Brinette.

Hortplätze wären flexibler als die Ganztagsschule

Die 33-Jährige, die mit ihrem Mann im Ort eine Spedition führt, lenkt den Blick aber auch auf die Hortplätze. Etwa 25 bis 30 Plätze gebe es im Hort gegenüber des evangelischen Kindergartens, doch die Plätze reichten hinten und vorne nicht. „Plätze sind absolute Mangelware. Es gibt eine Warteliste von ungefähr 60 Kindern“, informiert Brinette. Im Hort werden Kinder nach der Schule betreut. Sie bekommen dort ein Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben. Schluss ist um 16.30 Uhr, „aber die Eltern können die Kinder auch früher abholen. Das ist der große Unterschied zu den Ganztagsschulen, wo die Kinder bis zum Ende bleiben müssen. Der Hort ist da viel flexibler“, erklärt die CDU-Kandidatin. Da das Angebot der Ganztagsschulen ausgebaut wurde, sollten die Hortplätze langsam entfallen. „Deshalb ist es schwierig, neue zu gründen. Über freie Träger könnte das aber funktionieren“, so Brinette. Die Verbandsgemeinde habe signalisiert, dass es Möglichkeiten gebe.

Beim Verkehr gebe es in der Gemeinde ebenfalls einiges zu tun. Als Beispiele nennt Brinette fehlende Parkplätze in der Ortsmitte von Contwig, wo sich ein Drogeriemarkt, ein Pflegedienst und das Rathaus befinden, in dem aktuell die Kinder untergebracht sind, die eigentlich schon im neuen Kindergarten sein sollten. Auch die Gehwege in der Stambacher Ortsdurchfahrt sollen endlich her.

„Wir sind ein top Team“, kein verkrachter Haufen

Nach den Streitereien in der Partei, die hauptsächlich im Internet ausgetragen wurden und zum vorgezogenen Rücktritt des langjährigen Bürgermeisters Karlheinz Bärmann führten, macht die Mutter zweier Kinder eine deutliche Ansage: „Was in Facebook war, heißen wir in keiner Weise gut. Probleme gehen wir direkt im Gespräch an und nicht über soziale Plattformen. Das gilt auch für die Zukunft.“ Brinette findet es schade, dass der Eindruck entstanden sei, die CDU sei ein verkrachter Haufen. „Wir sind ein top Team und unterstützen uns. Natürlich gibt es Diskussionen, aber das sind gesittete Gespräche. Wir haben keinen Krach“, macht Brinette klar.

Ebenfalls am Herzen liegt ihr ein Bürgerbus, der Senioren an der Haustür abholen und zu Zielen innerhalb der Gemeinde fahren soll. „Wir starten im April mal testweise und sehen, wie hoch der Bedarf ist und wie das Angebot angenommen wird. Nachfragen dazu sind immer wieder gekommen“, informiert die 33-Jährige. Unterstützt werde das Projekt vom örtlichen Autohaus Karl und Sefrin. Geplant sei auch, die Senioren mit dem Bürgerbus zu ihren Impfterminen zu fahren. „Die Impfungen sind bis dahin hoffentlich in vollem Gang.“ Über ein Flugblatt und das Amtsblatt soll demnächst die Telefonnummer für den Bürgerbus verteilt werden.

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