Contwig
Seniorenheim am Bahnhof: Römerhaus rechnet mit Baubeginn Anfang 2022
Das Seniorenheim in der Ortsmitte von Contwig wird wohl erst im kommenden Jahr gebaut. Davon geht Michael Straub, kaufmännischer Leiter der Römerhaus GmbH, aus. Die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen machten einen früheren Baubeginn unwahrscheinlich.
Zurzeit stecke das Unternehmen aus Schifferstadt mitten in den Vorbereitungen für die Baugenehmigung. Da geht es laut Straub überwiegend um formelle Dinge wie Gutachten, Genehmigungen und so weiter. Auch werde der Boden auf dem rund 7500 Quadratmeter großen Gelände an der Bahnhofstraße nochmals genau untersucht. Das sei nötig, da das Seniorenheim direkt am Schwarzbach in Pfahlbauweise errichtet wird.
„Das sind viele Dinge, die nach unserer Einschätzung kein Problem, aber zeitaufwendig sind. Corona ist da nicht gerade förderlich. Wir haben gelernt, dass da die üblichen Fristen und Bearbeitungszeiten nicht gelten“, berichtet Straub. So könne es sein, dass ein Gremium, das eine Genehmigung erteilen muss, gerade nicht tagt. Oder die zuständigen Leute in Quarantäne oder erkrankt sind.
„Zwischen dem 15. Dezember und dem 15. Januar steht die Zeit normalerweise schon still. Jetzt steht sie noch etwas mehr still“, sagt Straub. Ziel sei die Baugenehmigung, und „ich hoffe, wir können am Ende des ersten Quartals sagen, wo wir stehen. Bis dahin müssten die wesentlichen Dinge erledigt sein. Dann geht es in die konkrete Planung“, so Straub.
Auch die Handwerker, die Römerhaus beauftragt, stehen nicht stets Gewehr bei Fuß und bräuchten üblicherweise eine Vorlaufzeit von einem Dreivierteljahr. Denn Contwig ist nicht das einzige Projekt von Römerhaus. „Sollte alles zügig gehen, käme für den Baubeginn vielleicht das letzte Quartal dieses Jahres in Frage. Ansonsten wird es Anfang 2022“, sagt der Prokurist.
An den Plänen habe sich in der Zwischenzeit nichts geändert. Das heißt, das Unternehmen plant weiterhin, rund 15 Millionen Euro in das Contwiger Projekt zu investieren. Dereinst soll das Seniorenheim ungefähr 45 Arbeits- und 90 Pflegeplätze bieten. Geplant ist ein Bau in T-Form mit drei Etagen pro Gebäude. Die Zimmer für die Bewohner sollen sich über zwei Stockwerke verteilen – je 41 Ein- und Zweibettzimmer pro Etage.
Betrieben wird das Seniorenheim später von der Römergarten GmbH, dem Schwesterunternehmen von Römerhaus, das ebenfalls in Schifferstadt sitzt. Es wäre nach dem Haus Sarepta, das von der Diakonie Pirmasens betrieben wird, das zweite Pflegeheim in der Gemeinde. Die Diakonie plant auch ein Seniorenviertel am Ortsausgang Richtung Oberauerbach. Auch dort geht es frühestens 2022 mit dem Bau los.