Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Diakonie möchte dieses Jahr das Seniorenviertel Richtung Oberauerbach vorantreiben

Das Viertel, das die Diakonie plant, entsteht am Contwiger Ortsausgang, rechts der Straße nach Oberauerbach und oberhalb der Sch
Das Viertel, das die Diakonie plant, entsteht am Contwiger Ortsausgang, rechts der Straße nach Oberauerbach und oberhalb der Schachenstraße. Die Skizze zeigt betreute Wohnungen in den vier großen Einheiten links, Tagespflege mit Wohnungen in dem langgezogenen Gebäude in der Bildmitte, Wohnen im eigenen Haus in den kleinen Gebäuden rechts und einen Dorfplatz mit Quartierstreff, Tagesbetreuung, Café, Verwaltung und Pflegezentrale im Vordergrund. Wie das alles am Ende tatsächlich aussieht, hängt aber auch von den Wünschen der Interessenten ab.

2019 hat die Pirmasenser Diakonie Ideen für ein Seniorenviertel im Norden von Contwig gesammelt. Dann ist es ruhig geworden um das Projekt. Aber Vorstand Carsten Steuer versichert, dass er die Pläne nicht aufgeben will – auch wenn sich noch das ein oder andere ändern kann. Weil das Haus Kana in Zweibrücken fertig ist und das Hospiz in Pirmasens im Sommer eröffnen soll, habe die Diakonie auch mehr Zeit für Contwig.

Die Diakonie will ihre Pläne für ein Viertel, das speziell auf die Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten ist, in diesem Jahr vorantreiben. Entstehen soll es am Ortsausgang von Contwig in Richtung Oberauerbach. Doch einen Baubeginn in diesem Jahr schließt der kaufmännische Vorstand der Diakonie, Carsten Steuer, aus.

„Dieses Jahr ist Jahr zum Entwickeln und Planen. Ich kann mir vorstellen, dass es nächstes Jahr mit dem Bau losgeht. Aber konkret sagen kann ich es nicht“, teilt Steuer zum Stand des Projektes mit. Vor allem hofft Steuer, dass in diesem Jahr der Austausch mit den Bürgern wieder möglich ist. Ein Punkt, der in den Plänen eine wichtige Rolle spielt, „denn wir wollen nicht einfach etwas auf die grüne Wiese stellen. Es geht darum, die Menschen einzubinden und die Quartiersarbeit im Dorf ans Laufen zu bringen“, sagt Steuer. „Doch die Beteiligung kam wegen Corona zum Erliegen.“

Im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben gab es im Frühjahr und Sommer 2019 eine große Vorstellung in der voll besetzten Contwiger VT-Turnhalle und Arbeitskreise, die sich damit beschäftigten, wie die Zukunft der Gemeinde für Senioren aussehen soll. „Da geht es auch um Dorfentwicklung“, betont Steuer, der die Ergebnisse jetzt auch mal vorstellen möchte, sobald es wieder Versammlungen geben kann. Ideen des Arbeitskreises im Juni 2019 waren unter anderem eine Ehrenamtsbörse, ein Bürgertaxi, ein Freiwilligenfahrdienst oder ein Kümmerer für die Nachbarschaft.

Dass die Römerhaus GmbH aus Schifferstadt in der Ortsmitte ein Pflegeheim bauen will, hatte der Diakonie nicht gefallen. Doch Steuer versichert, dass die Diakonie ihr Quartiers-Projekt nicht aufgeben will: „Die Fläche ist ja gekauft. Ich kann nur nicht konkret sagen, wann es losgeht.“ Da in Zweibrücken das Haus Kana fertig ist und im Sommer das Hospiz in Pirmasens eröffnet werden soll, habe die Diakonie danach mehr Zeit, um sich dem Contwiger Projekt zu widmen. Die Römerhaus-Pläne werde man aber genau beobachten. „Abhängig davon kann sich auch bei uns noch das ein oder andere ändern“, kündigt Steuer an.

Geplant sind am Contwiger Schachen etwa 60 bis 70 Wohnhäuser, die den Bedürfnissen von Senioren gerecht werden. Das werden – je nach Nachfrage – Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser oder Wohngemeinschaften sein. Die Häuser sind zum Kauf oder zum Mieten. Die Größe kann zwischen 40 und 100 Quadratmetern liegen, wobei große Häuser mit 90 oder 100 Quadratmetern die Ausnahme bleiben sollen.

Ziel ist es, dass die Menschen, solange es geht, in ihren Häusern wohnen können und nicht in ein Pflegeheim umziehen müssen. Dazu können sie auf verschiedene Angebote der Diakonie zurückgreifen, die in Contwig bereits das Haus Sarepta betreibt.

Ein Pflegeheim – und darauf wurde stets Wert gelegt – soll am Schachen nicht entstehen, auch nicht in einer abgespeckten Variante. Vielmehr setzt die Diakonie darauf, dass sich die Leute gegenseitig helfen, etwa über Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement. Das Ganze fachlich unterstützt von Mitarbeitern der Diakonie. Ein Café für alle Bürger und verschiedene Treffpunkte soll es ebenfalls geben.

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