Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Grundschule geschlossen, Baustopp am Kindergarten

Der Kindergarten-Neubau (vorne) ruht, links dahinter ist die Grundschule zu sehen, die derzeit geschlossen ist.
Der Kindergarten-Neubau (vorne) ruht, links dahinter ist die Grundschule zu sehen, die derzeit geschlossen ist.

„Es wird ein gewaltiger Kraftakt, den wir hier leisten müssen“, sagt Contwigs Bürgermeister Karlheinz Bärmann. Noch ist nicht entschieden, ob die Grundschule Contwig wegen Feuchtigkeit und Schimmels für immer geschlossen bleibt, da tut sich ein paar Meter weiter schon das nächste Problem auf: Im Kindergarten-Neubau wurde ebenfalls Schimmel entdeckt, der Bau ruht, die Sache liegt vor Gericht. „Es liegt aber nicht am Standort, dass es hier zweimal um Schimmel geht, das ist Zufall“, betonte Bärmann am Montag auf Anfrage.

Der Schimmelbefall im Kindergarten-Rohbau habe eine ganz andere Ursache als der in der benachbarten Grundschule, so Bärmann. Welche Ursache genau, könne er nicht sagen, da man sich mitten im gerichtlichen Beweissicherungsverfahren befinde. Die Schadenersatzforderung richte sich gegen alle am Bau Beteiligten, so Bärmann. Das beauftragte Architekturbüro wollte sich am Montag auf Anfrage nicht äußern, verwies auf die Verbandsgemeinde-Verwaltung. Dort erklärte Büroleiter Karl-Heinz Brügel, die Verbandsgemeinde sei zwar der Bauherr, aber mit den Einzelheiten des Schimmel-Vorwurfs im Kindergarten-Neubau nicht vertraut.

„Es liegt nicht am Standort“

Laut Bärmann wurde der Schimmel Ende Februar festgestellt, danach sei ein Gutachten erstellt worden, dann sei man in die Schadensregulierung eingetreten. Wie am Samstag berichtet, kann wegen des Baustopps der Kindergarten-Betrieb nicht wie geplant nach den Sommerferien aufgenommen werden. Die Kinder werden stattdessen im Contwiger Rathaus untergebracht, „wir bekommen eine Betriebserlaubnis für 60 Kinder“, und diese fänden auch alle Platz, so der Bürgermeister.

Bis auf zwei Zimmer seien dann alle Räume des Rathauses vom Kindergarten belegt, die Bücherei im Erdgeschoss ziehe vorübergehend um ins Evangelische Jugendheim.

Anfang April hatte Bärmann von einem „großen Feuchtigkeitsproblem“ in dem Neubau gesprochen. Das Flachdach der neuen Kita war offenbar undicht, so dass Wasser eindrang und in der Deckenschalung Feuchtigkeitsschäden auftauchten. Von Schimmelbefall war im April noch keine Rede.

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