Lange ist er erwartet worden, der neue Roman des deutsch-syrischen Autors Rafik Schami. Jetzt ist er da: „Sophia oder Der Anfang aller Geschichten“ heißt er, und es ist zugleich der wohl persönlichste und politischste des großen Erzählers. Kein „Revolutionsroman“, wie vielleicht erwartet, sondern eine Geschichte von der Kraft der Liebe, von der Macht der Gesellschaft über das Individuum, mit vielen starken Frauen, wenigen mutigen Männern, resignierend und hoffend zugleich, eine Geschichtslektion mit diversen Einblicken in das menschliche Unterbewusstsein und zudem noch spannend wie ein Thriller.