Neustadt Nils’ Naturlexikon: Mirabellen aus Frankreich

91-70889916.jpg

Kugelrunde, zuckersüße Früchte mit goldgelber und auf der Sonnenseite rötlich bis violetter Schale mit roten Punkten darauf: Die Mirabellen sind jetzt reif! „Mirabellen, die zu den Pflaumen gehören, gibt es bei uns in Europa schon seit über 500 Jahren“, erklärt Helmut Schiessl. „Ursprünglich soll dieses Steinobst aus Syrien stammen“, sagt der Schifferstadter, der die Meckenheimer Streuobstwiese mitbetreut und die Bäume schneidet. Mit der „Mirabelle aus Nancy“ und der „Mirabelle von Metz“ wurden dort gleich zwei Sorten angepflanzt, die sich nur in der Reifezeit und im Aussehen des Steins unterscheiden. Metzer Mirabellen werden etwas früher reif. Beide Sorten haben ihren Namen nach Städten in Lothringen, das an das Saarland grenzt und in Frankreich liegt. Weil dort sehr viele Mirabellen angebaut werden, wird sie auch die „Olive Lothringens“ genannt. Die leckeren Mirabellen können nicht nur frisch vom Baum gegessen, sondern auch für Kuchen, Marmelade und zum Einkochen verwendet werden. In der Pfalz, wo ebenfalls sehr viele Mirabellenbäume stehen, brennt man die Früchtchen auch sehr gerne zu einem aromatischen Schnaps. (ain) Nils’ Naturlexikon Was ist das für ein Tier? Was frisst ein Eichhörnchen? Für was sind Bäume gut? Diese und weitere Fragen beantwortet Kinderreporter Nils in seinem Naturlexikon.

x