Man hat ihm – als drittem Franzosen überhaupt – den Literaturnobelpreis verliehen. Ihn einfach nur Schriftsteller zu nennen, wäre gleichwohl unangemessen. Romain Rolland, heute vor 150 Jahren im französischen Burgund geboren, war einer der großen europäischen Intellektuellen des vergangenen Jahrhunderts, Universalist im Goetheschen Sinn, ein Denker „über den Gräben“, die dieses Jahrhundert schlug, Europäer vor seiner Zeit.