Rückblick 2021 RHEINPFALZ Plus Artikel Dorf des Jahres: Gerolsheim, der Fels in der Brandung

Die Gerolsheimer haben’s durchgezogen und am Wochenende vor dem ersten Advent einen Markt veranstaltet.
Die Gerolsheimer haben’s durchgezogen und am Wochenende vor dem ersten Advent einen Markt veranstaltet.

Einige Regeln werden im zweiten Corona-Jahr gelockert, aber das Feiern in großen Runden oder gar Massen bleibt weiter schwierig bis unmöglich.

Die Zeit zwischen Frühling und Herbst ist in der Pfalz die Zeit der Kerwen und Weinfeste. Aber reihum müssen sich die Kommunalverwaltungen fragen, ob es eine gute Idee ist, wenn gefeiert wird, als wenn nichts wäre. Und wie soll man die Einhaltung der jeweils geltenden Bestimmungen auf einem großen Festplatz gewährleisten? Heßheim, Bobenheim-Roxheim, Laumersheim: Die traditionelle Art zu feiern wird erneut ausgesetzt. Beindersheim, Dirmstein, Kleinniedesheim, Lambsheim: Die Kerwe findet kleiner oder ganz anders statt. Hofflohmärkte mit im ganzen Dorf verteilten privaten Ständen sind der Renner und offenbar eine Alternative.

Grausames Hin und Her

Als es auf den Advent zugeht, wird erneut gegrübelt, gehofft, gebangt – und reihenweise abgesagt. Die Rede ist vom klassischen Weihnachtsmarkt an einem Wochenende an zentraler Stelle. In manchen Dörfern kann man sich erst in der sprichwörtlichen letzten Minute dazu durchringen, Helfer und Besucher keinem Infektionsrisiko auszusetzen.

In dem grausamen und schmerzvollen Hin und Her im Jahresverlauf erweist sich ein Dorf im Frankenthaler Umland als Fels in der Brandung, als erfinderisch und vom Glück des richtigen Zeitpunkts gesegnet: Gerolsheim. Die Akteure dort, ob Sportverein, Betriebe, Bürgerinitiativen oder Ortskartell, bringen doch tatsächlich alle genannten Veranstaltungen durch das zweite Pandemiejahr: den Dorfflohmarkt, die Kerwe und den Weihnachtsmarkt.

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