Gerolsheim Kerwesonntag: Mit Dubbeglas durchs Dorf
„Gut gemacht!“ Das Urteil von Waltraud Weigel über die diesjährige – immerhin viertägige – Gerolsheimer Kerwe unter Pandemiebedingungen fällt eindeutig aus. „Vor allen Dingen besser, als gar nichts zu machen wie manch andere Gemeinde“, sagt die Gerolsheimerin, die mit Bekannten aus Dannstadt unterwegs war und nun am Festplatz beim Ausschank der Feuerwehr den Tag abschließt.
Neben dem Weingut am Kaiserbaum, das auf dem Palmbergrücken ausschenkt, und dem Schützenverein, der auf seinem Gelände Steaks brutzelt, ist auch der Spargelhof Müller im Sinne der Geselligkeit aktiv. Tamara Müller ist gegen 15 Uhr voll zufrieden, denn der zu erwartende Regen ist ausgeblieben. „Zumindest mussten wir unsere Stehtische noch nicht rein in die Halle holen“, sagt sie. Viele Familien mit Kindern seien unterwegs.
Ortskartell sauer auf Schausteller
An der Kasse, wo Gläser und Gutscheine ausgegeben wurden, ist man stolz, dass von 400 Kerwebuttons, die quasi als Eintrittskarten dienten, nur rund 40 übrig geblieben sind. Ortskartellvorsitzende Irmgard Gurdan ist ebenfalls zufrieden, denn auch das TuS-Schlachtfest im Dorfgemeinschaftshaus sei gut besucht gewesen. Nur eins ist gehörig schief gegangen: Was die Schaustellerfirma fest zugesichert habe, nämlich einen kleinen Vergnügungspark aufzubauen, sei am Ende nur ein Minikarussell und ein Süßwarenstand gewesen. „Das macht mich zornig“, so Gurdan, „aber daraus werden wir lernen.“