Pfalz Sturmtief Roxana: So traf es die Pfalz
[Aktualisiert: 20.16 Uhr] Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung vor Sturmböen in der Pfalz ausgesprochen. Die Warnung gilt zwischen 10 und 24 Uhr (Stand: Sonntag, 20.14 Uhr). Die Kaltfront des Sturmtiefes sei inzwischen begleitet von heftigen Regengüssen rasch über die Pfalz hinweg gezogen, teilte Christian Müller von Klima-Palatina am Abend mit. Der Wind könne sich dahinter nun langsam abschwächen. Es bleibe sehr windig, aber nur noch in höheren Lagen stürmisch.
Die bisherigen Spitzenböen wurden mit 132 km/h auf dem Weinbiet sowie mit 122 km/h auf der Kalmit (673 Meter über Normalnull) gemessen mit orkanartigen Sturmböen der Stärke 12.
In der Westpfalz meldete die Station Dörrmoschel-Felsbergerhof (Donnersbergkreis) mit 88 km/h, dies entspricht Windstärke 9 den höchsten Wert. In der Vorderpfalz wurden in Neustadt rund 62 km/h (Windstärke 8) gemessen.
Kaum Schäden
Wenig zu tun hatten bisher Polizei und Rettungskräfte. Die B9 in Höhe Germersheim musste wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt werden. Die Feuerwehr Wachenheim räumte die K16 frei, nachdem dort eine entwurzelte Birke für Gefahr gesorgt hatte. Wie das Polizeipräsidium in Kaiserslautern kurz nach 19 Uhr auf Anfrage informierte, war es auch in der Westpfalz eher ruhig geblieben. „Ein paar umgestürzte Bäume, E-Scooter, Verkehrsschilder und Räder“, hieß es. In Weilerbach hatten sich Teile eines Gerüstes „verabschiedet“ und Teile der B270 waren überschwemmt: zwischen Kaiserslautern und dem Stadtteil Hohenecken musste die Feuerwehr am Abend anrücken. Personen kamen laut Polizei nirgends zu Schaden
Wie der Wetterdienst mitteilt, sollen Menschen sich vor möglichen herabfallenden Ästen und Gegenständen in Acht nehmen.
Wegen des Sturmtiefs Roxana rät Müller, am Sonntag nicht im Pfälzerwald zu spazieren.




