Meinung
BASF-Wohnungen und Jobs – ungewohnt viel Gegenwind für Konzern
Über viele Jahre waren die BASF und ihre Beschäftigten erfolgsverwöhnt, und noch immer schreibt der Gesamtkonzern ordentliche Gewinne. Die größte Chemiefirma des Planeten schlägt sich in einer wirtschaftlich und politisch schwierigen Weltlage achtbar. Aber ausgerechnet am Stammsitz Ludwigshafen ist die Auslastung der Anlagen trotz leichter Aufwärtstendenz im Großen und Ganzen historisch niedrig. Der Heimatstandort schreibt weiter tiefrote Zahlen. BASF-Chef Markus Kamieth steuert hart gegen, verstärkt den von seinem Vorgänger Martin Brudermüller eingeleiteten Sparkurs weiter. Das sorgt für Gegenwind.
BASF-Wohnungen: gesellschaftliche Tragweite unterschätzt
Unterschätzt haben die BASF-Bosse offenbar die gesellschaftliche Tragweite einer Entscheidung, die das Unternehmen gerade verkündet hat: 4400 Werkswohnungen will die BASF verkaufen, um „gebundenes Kapital“ flüssig zu machen. Einen dreistelligen Millionenbetrag soll das bringen. Das ist eine hohe Summe, aber nicht entscheidend für den Weltkonzern.
Ungemütlicher und sozial kälter
Vielmehr erntet er heftige Kritik, ähnlich wie für die Verlagerung von Jobs nach Indien. Dort ist Arbeit billiger, die Kosten sollen längerfristig deutlich gesenkt werden. In Europa und speziell in Deutschland schwächelt der Chemiemarkt. Es ist ungemütlicher und sozial kälter geworden. Darüber wird auch bei der BASF noch lange gestritten werden – allerdings im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen auf zumindest bisher noch ziemlich hohem Niveau.
Hier geht es zu einer aktuellen Analyse zur BASF nach der Bilanz-Pressekonferenz.
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