Kaiserslautern Mieves führt Pfälzer SPD in den Bundestagswahlkampf
Der gebürtige Zweibrücker, der seit 2021 als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Kaiserslautern im Bundestag vertritt, soll nach Vorstellung der Pfälzer Sozialdemokraten beim Landesparteitag am kommenden Wochenende in Worms auf Platz zwei der Landesliste landen. Das Vertrauen seines Regionalverbands hat Mieves schon einmal: 96 Prozent der knapp 190 Delegierten gaben ihm am Mittwoch in der Hohenecker Burgherrenhalle ihre Stimme.
Mieves folgt als Spitzenkandidat auf den Hainfelder Thomas Hitschler (42). Der Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium hatte schon vor einem Jahr angekündigt, keine weitere Legislaturperiode im Bundestag mehr anstreben zu wollen. Im Wahlkreis Südpfalz tritt nun seine bisherige Mitarbeiterin Yildiz Härtel (58) an, die sich in Kaiserslautern bei ihrer Kampfkandidatur um Platz vier auf der Pfälzer SPD-Liste der Pirmasenserin Angelika Glöckner (62) geschlagen geben musste.
Mackensen-Geis auf Platz zwei
Hinter Mieves hoffen Isabel Mackensen-Geis (38/Bad Dürkheim) und Christian Schreider (52/Ludwigshafen) auf aussichtsreiche Platzierungen auf der Landesliste: Während der Verkehrs- und Sportpolitiker Schreider 95 Prozent der Delegiertenstimmen einsammelte, musste sich die Agrar- und Weinbauexpertin Mackensen-Geis mit 85 Prozent zufriedengeben – ein „ehrliches Ergebnis“, wie sie selbst auf RHEINPFALZ-Nachfrage betonte.
Als Vorsitzender der Pfalz-SPD schwor Ministerpräsident Alexander Schweitzer die Partei auf den bevorstehenden Wahlkampf ein: Mit Blick auf die derzeit schwachen Umfragewerte der Sozialdemokraten hielt Schweitzer fest, dass diese nicht das Ergebnis am 23. Februar vorwegnähmen. Die SPD werde häufig unterschätzt. Kanzlerkandidat Olaf Scholz attestierte er „Nerven wie Drahtseile“. Der Hanseat werde zwar „kein mediterraner Charakter mehr“. Für ihn spreche angesichts der weltweiten Krisen im Vergleich mit CDU-Gegenspieler Friedrich Merz, dass er Regierungserfahrung habe.