Neustadt / Hassloch Bundestagswahl: Mackensen-Geis einstimmig zur SPD-Direktkandidatin gewählt

Isabel Mackensen-Geis
Isabel Mackensen-Geis

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Mackensen-Geis (Bad Dürkheim) ist am Samstag einstimmig zur Direktkandidatin ihrer Partei im Wahlkreis Neustadt-Speyer bei der vorgezogenen Neuwahl des Bundestags am 23. Februar gewählt worden.

„Ihr habt keine Vorstellung, was mir das bedeutet“, bedankte sich Mackensen-Geis für die Zustimmung. Bei der Nominierungskonferenz in Haßloch stimmten alle 76 anwesenden Delegierte für die 38-Jährige. Zu weiteren Kandidaten für die Landesliste der SPD wurden Stefan Huber-Aydemir (Neustadt), Alina Löffel-Staßen (Otterstadt) und Aline Seidenspinner (Erpolzheim) gewählt.

Als die Dreierkoalition am 6. November platzte, sei sie überrascht, „sehr bewegt“ und erleichtert gewesen, berichtete Mackensen-Geis. Die Zeit zuvor sei „anstrengend und unangenehm“ gewesen. Sie sei „stolz auf die Ergebnisse der Ampel-Regierung“. Diese habe viel erreicht, und es seien die Erfolge von Olaf Scholz.

„Meine Bilanz“ steht über einer Broschüre mit einem Rückblick von Mackensen-Geis auf knapp fünf Jahre als Bundestagsabgeordnete. In Haßloch erinnerte sie an ihr Motto „Die Pfalz im Herzen – die Menschen im Blick“. Ein Motto, das auch für ihre Schwerpunkt-Themen Landwirtschaft, Weinbau und Wald gelte.

Eine „wichtige Ratgeberin“

Sie sei stolz darauf, dass die Weinbranche sich weiter entwickele. Doch solle erhalten werden, was die Pfalz ausmacht: „Weinfeste, das Zusammensein, die gute Stimmung“. Mackensen-Geis wies außerdem darauf hin, dass sie eine der Initiatorinnen eines Antrags war, mit dem gefordert wurde, dass Gemeinden mit Waldbesitz vom Bund Geld für „klimaangepasstes Waldmanagement“ erhalten. „Ich brenne dafür, in den Wahlkampf zu gehen – und die nächste Bundestagswahl mit euch zu gewinnen“, rief Mackensen-Geis den Delegierten zu.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hob hervor, dass Mackensen-Geis für ihn „eine wichtige Ratgeberin“ bei den Themen Landwirtschaft und Weinbau sei. Zu den Chancen der SPD bei der Wahl sagte er, das Rennen sei „komplett offen“. Schweitzer bezeichnete die SPD als „Comeback-Kick“ der deutschen Politik. Sie werde oft unterschätzt und schneide besser ab als gedacht. Doch werde der Wahlkampf nicht einfach. Die SPD habe das Glück, einen starken Verteidigungsminister und einen starken Kanzler zu haben, so Schweitzer zur Kandidatendiskussion. Er empfahl der CDU, sich zurückzuhalten: Friedrich Merz habe es erst im dritten Anlauf geschafft, Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat zu werden. „In Berlin würde manches besser laufen“, wenn man zusammenhalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren würde, so wie die pfälzische SPD das tue, sagte Schweitzer.

Christoph Glogger, Vorsitzender des Unterbezirks Neustadt-Bad Dürkheim, bezeichnete die Kandidatin als eine „besondere Persönlichkeit“, eine Politikerin, „die das Herz auf dem rechten Fleck hat“. Sie sei im Wahlkreis fest verwurzelt und vertrete die Themen des Wahlkreises fachkundig. Der Haßlocher Beigeordnete Ralf Trösch erinnerte daran, dass Mackensen-Geis bei der Wahl 2021 nur knapp gegen den CDU-Kandidaten verloren hatte. Am 23. Februar werde sie den Wahlkreis gewinnen, sagte er.

x