Zweibrücken Zweibrücken will Klimaschutzmanager für drei weitere Jahre
Jonas Kirch, seit Oktober 2023 Klimaschutzmanager der Stadt Zweibrücken, soll diese Tätigkeit für drei weitere Jahre ausüben. Seine Stelle im Rathaus wird zu 60 Prozent vom Bund gefördert; aktuell ist sie bis 30. Juni 2025 befristet. Am Mittwoch hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, eine Verlängerung der Stellenförderung für den Anschlusszeitraum vom 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2028 zu beantragen.
Im städtischen Bauamt arbeitet Kirch eng mit Anne-Lorraine Ring zusammen: Auch die Klimaanpassungsmanagerin ist über eine öffentlich geförderte Stelle beschäftigt. Während Kirch den Auftrag hat, ein Klimaschutzkonzept für Zweibrücken auszuarbeiten, sucht Ring nach Wegen, wie die Stadt bei Hochwasser und anderen Folgen des Klimawandels glimpflicher davonkommen kann – etwa durch den frühzeitigen Bau von Schutzanlagen. Anne-Lorraine Rings Arbeitsvertrag, ebenfalls auf bislang zwei Jahre befristet, läuft noch ein Jahr. „In ihrem Fall werden wir uns erst in sechs Monaten Gedanken um eine Anschlussförderung machen müssen“, erklärte Bauamtsleiter Christian Michels vor dem Stadtrat. Die Stelle der Klimaanpassungsmanagerin wird sogar zu 80 Prozent vom Bund gefördert.
Er guckt in die Fördertöpfe
Für die drei Jahre, in denen Jonas Kirch als Klimaschutzmanager weitermachen soll, steht der Stadt Zweibrücken eine Fördersumme von 161.000 Euro vom Bund in Aussicht. Das sind die 60 Prozent der Gesamtkosten, deren Rest aus der Stadtkasse zu tragen ist. Oberbürgermeister Marold Wosnitza lobte, dass Kirch „zugunsten von Klimaschutzprojekten in Zweibrücken sehr engagiert die öffentlichen Fördertöpfe erschließt“. So habe die Stadt eine Menge Geld bekommen, um etwa ein Stück des Bautzenbachs im Ernstweiler Prinzenpark zu renaturieren oder um in Wohngebieten kleine Naturoasen („Piko-Parks“) anzulegen. Rund 200 Zweibrücker haben Geld für den Kauf von Balkonkraftwerken beantragt, das die Stadt über ein Förderprogramm an ihre Bürger weitergibt: Auch dieses Programm war maßgeblich von Jonas Kirch erschlossen worden. „Was Jonas Kirch und Anne-Lorraine Ring für Zweibrücken so alles an Fördergeldern eingeworben haben“, stellte Christian Michels klar, „hat die Kosten, die die Stadt für ihre Stellen aufwenden muss, mehr als dreimal wettgemacht“.