Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Was der Klimaschutzmanager und die Klimaanpassungsmanagerin eigentlich tun

Klimaschutzmanager Jonas Kirch (rechts) und Klimaanpassungsmanagerin Anne-Lorraine Ring sind neu im Zweibrücker Bauamt.
Klimaschutzmanager Jonas Kirch (rechts) und Klimaanpassungsmanagerin Anne-Lorraine Ring sind neu im Zweibrücker Bauamt.

Ein Klimaschutzmanager und eine Klimaanpassungsmanagerin haben ihre Arbeit bei der Stadtverwaltung aufgenommen. Jonas Kirch und Anne-Lorraine Ring sollen ein Klimaschutz- und ein Klimaanpassungskonzept für die Stadt erstellen.

Jonas Kirch ist der neue Klimaschutzmanager. Seine Arbeit aufgenommen hat er zum 1. Oktober. Der 27-Jährige kommt aus der Umgebung von Landstuhl und hat in Kaiserslautern einen Bachelor in Raumplanung und in Mainz einen Master in Klima- und Umweltwandel gemacht. Seine Vorgängerin im Amt, Diana Berg, hatte die Klimaschutzmanagement-Stelle Anfang des Jahres angetreten, aber noch in der Probezeit bei der Stadtverwaltung gekündigt.

Der Klimaschutzmanager ist beauftragt, ein Klimaschutzkonzept für die Stadt zu erarbeiten. Dazu wird eine Energie- und Treibhausbilanz der Stadt erstellt, aus der Ziele und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen abgeleitet werden. Um den Klimaschutz dauerhaft in der Stadt zu verankern, wird zudem eine Verstetigungsstrategie entwickelt.

Klimaschutz auch in der Freizeit

Die Klimaanpassungsmanagerin heißt Anne-Lorraine Ring. Sie hat am 1. Dezember bei der Stadtverwaltung angefangen. Die 25-Jährige stammt aus Saarbrücken und hat Biologie, im Master mit Schwerpunkt Ökologie und Biodiversitätsforschung, an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit dem Thema Klimaschutz: So nahm sie etwa als Tagesgast beim 13. Kolloquium „Nachhaltigkeit“ für wissenschaftlichen Nachwuchs in der Europa Akademie Otzenhausen teil.

Die Klimaanpassungsmanagerin hat die Aufgabe, ein Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Bei diesem werden Handlungsfelder im Bereich der Anpassung an die Folgen des Klimawandels identifiziert. Die Handlungsfelder ergeben sich unter anderem aus einer Betroffenheitsanalyse und sollen durch einen Maßnahmenkatalog abgemindert werden. Auch hier wird eine Verstetigungsstrategie entwickelt.

Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit ist Teil der Aufgabe

Beide Stellen sind beim Bauamt angesiedelt und auf zwei Jahre befristet. In dieser Zeit wird die Stelle gefördert. Zu den Hauptaufgaben gehört von Beginn an die intensive Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit, erklärt Stadtsprecher Jens John. Hierzu sollen die beiden Fachkräfte eng mit Verwaltungsorganen, Unternehmen und Bürgervereinen der Stadt Zweibrücken zusammenarbeiten.

Beide Stellen müssen zudem ein Controlling-Konzept erarbeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass eine kontinuierliche Erfassung der betrachteten Parameter und die Überprüfung der Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit in entsprechenden Abständen erfolgt. Das Umweltbundesamt stellt einen sogenannten „Klimalotsen“, also einen Leitfaden für Klimaanpassung, für die zweijährige Tätigkeit zur Verfügung.

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