Dudenhofen
Zugabe für Traumzeit-Varieté?
Der Grund für Jürgen Hooks (SPD) Gefühl der Hoffnung und Zuversicht: „Nach zweieinhalb Jahren, in denen wir kulturell und gesellschaftlich auf Vieles verzichten mussten, konnten wir nach und nach endlich wieder zur Normalität zurückkehren.“ Vor allem den Veranstaltern von Spargelfest, Kerwe und Weihnachtswaldbasar bescherte das hohe Besucherzahlen. Über den Weihnachtswaldbasar sollen rund 9000 Einheimische und Auswärtige geschlendert sein.
Gefeiert wurde 2022 reichlich. Die Kolpingfamilie holte die Feier zum 75-jährigen Bestehen nach und die drei Chöre der Liedertafel wagten mit „Startklar in die Zukunft“ ein Open-Air-Konzert auf der Waldbühne. Buben und Mädchen konnten sich auf den Sankt-Martin-Umzug des MGV Cäcilia freuen, die Groß- und Urgroßeltern auf den Seniorenausflug zur Straußenfarm in Rülzheim.
Einen neuen, zugleich mutigen Weg sei die Gemeinde mit der Verpachtung der altehrwürdigen Festhalle gegangen. Sie vier Monate dem Traumzeit-Varieté von Felix Lehmann und seiner Frau Melanie zu überlassen, verbuchte Hook als großen Erfolg für beide Seiten. Grandiose Shows mit internationalen Spitzenkünstlern und Vier-Gang-Menü in traumhaftem Ambiente habe es in der Form im Spargeldorf noch nicht gegeben. In Kürze werde der Gemeinderat über eine „Zugabe“ entscheiden.
Neuer Wohnraum entsteht
Und es gab weitere gute Nachrichten: Die Traditionsgaststätte „Zum Adler“ hat mit neuem Pächter wieder geöffnet, für den nächsten Schritt zum Tagescafé an der Wingartsmühle ist der Bürgermeister zuversichtlich. Kommune und Investor verhandelten lediglich noch um das Gelände für den Freisitz. „Was gibt es Schöneres, als bei einem Cappuccino und einem Stück Kuchen den Blick zur Fischaufstiegstreppe zwischen Woogbach und Altwiesengraben zu genießen“, äußerte Hook seine Vorfreude.
Dringend benötigter Wohnraum entstehe auf einem ehemaligen Villengrundstück der Firma Walter: Dort würden vier Blöcke mit jeweils sechs Wohnungen, von denen 25 Prozent an sozial schwächere Familien vergeben werden, gebaut. Auf dem früheren Metzgereigelände in der Goethestraße werden es zwei Einheiten mit insgesamt vierzehn Wohnungen. Für das Neubaugebiet „In den dreißig Morgen“ sei nach einjähriger Bauzeit die Erschließung abgeschlossen. Das gemeindeeigene Grundstück sei mit der Maßgabe generationenübergreifenden Wohnraum zu schaffen, verkauft. 34 Wohneinheiten sollen dort entstehen.
Schnelleres Internet
Geplant ist der Abriss des alten Pfarrheims in der Johann-Walter-Straße. Ein drei- oder vierzügiger Kindergarten soll dort gebaut werden. Ein Wasserrohrbruch und die damit verbundenen Schäden machten eine Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes unumgänglich. Für schnellere Internetverbindungen sei ein Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH vereinbart.
Unerwähnt ließ Hook, wie es mit dem Thema Mini-Kreisel in der Ortsmitte weitergeht sowie ob, wie und wann statt des gescheiterten Neubaus für Hort und betreuende Grundschule ein zweizügiger Hort an der Schulturnhalle angebaut wird.
Die Bürger sollten wachsam bleiben und AfD, Reichsbürgern und jenen, die Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, des Alters oder sexueller Identität diskreditieren, nicht die Meinungshoheit überlassen, wünschte sich Hook. Weit in die Zukunft zu planen sei aufgrund der aktuellen Herausforderungen schwierig. Wenn es darum geht, Dudenhofen weiterzuentwickeln, vertraut Hook auf das Engagement, den Zusammenhalt und die Solidarität der Bürger.
Durch den Neujahrsempfang begleiteten die Sternsinger, der Schornsteinfeger und Künstler des Traumzeit-Varietés.
