Zweibrücken-Land
Neunsitzer für alle: Wann das Car-Sharing-Angebot starten soll
„Ich hab’ Ihnen doch schon zwei Starttermine genannt“, hatte Björn Bernhard im Herbst mit einem Anflug von Galgenhumor geantwortet, als die RHEINPFALZ wissen wollte, wann denn nun der Neunsitzer kommt, den sich Privatpersonen und Vereine ausleihen können. Auch der Verbandsbürgermeister sähe es lieber, das neue Car-Sharing-Angebot der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wäre längst am Laufen. Bernhard hat nämlich festgestellt, dass immer wieder Leute nachfragen, wann es soweit ist: „Ich bekomme so viele Anfragen, außergewöhnlich viele.“ Mittlerweile kann er mit deutlich mehr Überzeugung sagen: „Für den nächsten Sommer ist er da.“
Das Auto wird für die Ausleihe vorbereitet
Im Frühjahr 2022 hatte sich die bayerische Car-Sharing-Firma Mikar im Verbandsgemeinderat vorgestellt. Aus den ins Auge gefassten Startterminen Frühjahr 2023 und Sommerferien 2023 wurde aber nichts. Zunächst waren nicht genug Werbepartner für das Auto zu finden, dann hing es am Fahrzeug selbst. Der Neunsitzer war finanziert, aber Mikar wartete darauf, dass er geliefert wird. Nun sei das Fahrzeug da, die Folien mit den Namen und Logos der Sponsoren gingen in Druck, die nötige Software werde aufgespielt.
Jeder der möchte, wird sich das Auto ausleihen können. Aber es ist kein Mietwagen. Beim Car-Sharing geht es darum, dass man auf ein eigenes Auto verzichtet, aber trotzdem eins ausleihen kann, wenn man es braucht. Dafür reicht der normale Autoführerschein. Das Ganze funktioniert über eine App, ohne Büro oder Rezeption vor Ort. Man bezahlt nach Zeit und nach gefahrenen Kilometern und muss den Sprit bezahlen. Ein Ford Transit Diesel mit neun Sitzen kostet als Beispiel sieben Euro pro Stunde oder 60 Euro am Tag. 300 Kilometer sind frei, jeder weitere kostet 15 Cent. Der Neunsitzer wird es vor allem für Familien, Gruppen und Vereine interessant sein. Wer mit einer größeren Gruppe wegfahren möchte oder ein großes Auto für einen Transport braucht, kann ihn sich ausleihen. Er soll auf dem Gelände der Verbandsgemeindeverwaltung in der Landauer Straße stehen.
In Waldfischbach gibt es schon ein E-Auto zum Leihen
Der Neunsitzer ist nicht der typische Car-Sharing-Wagen, da er keinen Kleinwagen ersetzt. Anders als in großen Städten ist es auch schwieriger, auf ein eigenes Auto zu verzichten, wenn man auf dem Dorf wohnt, da man ja erst in die Stadt gelangen muss, um das Auto auszuleihen. Allerdings kann sich Björn Bernhard vorstellen, in einem zweiten Schritt auch einen elektrisch betriebenen Kleinwagen anzubieten. In Waldfischbach-Burgalben kann man sich seit Herbst ein E-Auto, einen Opel Corsa, ausleihen.