Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Guerilla-Singen beim Strohhutfest: Frankenthaler Männerchor will Passanten überraschen

Sind immer für eine kreative Aktion zu haben: die Mitglieder des 1. Frankenthaler Männerchors.
Sind immer für eine kreative Aktion zu haben: die Mitglieder des 1. Frankenthaler Männerchors.

Der 1. Frankenthaler Männerchor zieht am Samstag übers Strohhutfest, singt spontan an wechselnden Orten und wirbt fürs Onlinevoting zum Sila-Award.

Auf dem Strohhutfest in Frankenthal feiert am Samstag, 6. Juni, das sogenannte Guerilla-Singen Premiere. Bei diesem besonderen Format singt ein Chor an verschiedenen öffentlichen Orten und überrascht die Passanten. Der 1. Frankenthaler Männerchor möchte damit die Besucher des Strohhutfests begeistern: „Wir wollen gucken, wie das ankommt“, sagt der Vereinsvorsitzende Willi Brausch.

Um 11 Uhr treffen sich die Sänger an den Rathausarkaden und schwärmen danach aus. Wahrscheinlich geht’s gegen 11.30 Uhr los. Einen festen Plan, wo der Männerchor wann auftritt, gibt es nicht. „Wir werden mal in jede Richtung abbiegen“, erzählt Brausch. An mehreren Orten auf dem Festgelände wird der Chor stehen bleiben und ein kleines Platzkonzert geben. Jeweils zehn bis 15 Minuten sind dann vorgesehen. Was gesungen wird, soll eine Überraschung sein.

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Eine der größten Herausforderungen wird für Brausch und seine Mitstreiter voraussichtlich darin bestehen, die Gruppe zusammenzuhalten. Rund 30 Chormitglieder werden beim Guerilla-Singen mit dabei sein. Und die kennen in Frankenthal alle Gott und die Welt. Ein Schwätzchen hier, ein Plausch dort – und schon könnten ein paar Sänger verschwunden sein.

Männerchor rührt Werbetrommel für Sila-Award

Willi Brausch rechnet damit, dass der Männerchor bis 14 Uhr/14.30 Uhr auf dem Strohhutfest unterwegs ist. Dabei werden die Sänger auch kräftig die Werbetrommel rühren und rund 5000 Flyer verteilen. Denn der Männerchor ist für den Sila-Award nominiert. Der Chorverband Rheinland-Pfalz zeichnet mit dem Preis Chöre, Personen und Institutionen aus, die sich im Land besonders um die Chorkultur verdient gemacht haben. Der Sila-Award wird alle zwei Jahre vom Chorverband in Kooperation mit „Singendes Land – Das Magazin zur Chorkultur“ ausgelobt und verliehen. Wer eine Auszeichnung erhält, wird anschließend für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen.

Onlinevoting bis 15. Juli

Der Männerchor steht beim Großen Preis des Publikums in der Kategorie Chöre zur Auswahl, vorgeschlagen wurde er von einem Mitglied des Chorverbands. Die Frankenthaler sind mächtig stolz darauf, nominiert worden zu sein. Sie konkurrieren mit sieben anderen Chören um den Titel des „Chor des Jahres“. Seit dem 1. Juni läuft das Onlinevoting, bei dem jeder für seinen Favoriten abstimmen kann. Für die Teilnahme an der Abstimmung gibt es keine Voraussetzungen. Am 15. Juli schließt das Voting. Wer gewonnen hat, wird bei einem Galaabend am 19. September bekannt gegeben.

Abstimmen

Hier geht’s zum Onlinevoting für den Sila-Award: www.singendesland.de/voting.

In der Beschreibung des Chorverbands und des Magazins „Singendes Land“ zum jeweiligen Charakter der Chöre werden die Frankenthaler als Chor bezeichnet, der Tradition mit sozialem Engagement verbinde. Den Verantwortlichen des Sila-Awards geht es vor allem um den sozialen Aspekt und kreative Aktionen, mit denen das Singen zu den Menschen gebracht wird.

Lob für „Sing-Mim“ und Altenheimtour

So heißt es in der Begründung, dass der Männerchor mit Formaten wie dem monatlichen Mitmach-Event „Sing Mim“ im Vereinsheim des Kleintierzuchtvereins Hasenbock Menschen das Chorsingen eröffne und den sozialen Zusammenhalt fördere.

Wenn der 1. Frankenthaler Männerchor in Altenheimen zu Gast ist – hier im Caritas-Altenzentrum Heilig Geist –, sorgt das oft für
Wenn der 1. Frankenthaler Männerchor in Altenheimen zu Gast ist – hier im Caritas-Altenzentrum Heilig Geist –, sorgt das oft für hochemotionale Momente, sowohl bei den Sängern als auch bei den Senioren.

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Auch machen die Verantwortlichen des Sila-Awards auf die regelmäßig stattfindende Altenheimtour des Vereins aufmerksam: An einem Tag besucht der Männerchor bis zu fünf Einrichtungen, um den Bewohnern mit deutschsprachigen Klassikern, regionalen Liedern und Evergreens Lebensenergie zu schenken. Zuletzt war der Chor am vergangenen Samstag auf Tour, um Senioren eine Freude zu machen. Und nun wollen die Mannen um Willi Brausch mit dem Guerilla-Singen die Besucher des Strohhutfests überraschen.

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