Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel CDU: OB-Wahlkampf mit Pop-up-Loft und Aktion „Wahllokal“

Volles Haus: Am Freitag hat CDU-Kandidat Bernd Knöppel seine Kampagne „Bernd verbindet“ in einem bislang leerstehenden Ladenloka
Volles Haus: Am Freitag hat CDU-Kandidat Bernd Knöppel seine Kampagne »Bernd verbindet« in einem bislang leerstehenden Ladenlokal gestartet.

Bürgernähe und Verwaltungserfahrung: Damit will Bernd Knöppel im Kampf um das höchste Amt der Stadt punkten. Mit der Eröffnung seines Pop-up-Lofts ist der CDU-Kandidat und amtierende Bürgermeister am Freitagabend in die OB-Wahlkampagne gestartet.

Es sicher kein Zufall, dass Bernd Knöppel seine Wahlkampfzentrale in einem leerstehenden Ladengeschäft in der Frankenthaler Fußgängerzone eingerichtet hat. Schließlich steht eine funktionierende Innenstadt ganz oben auf seiner Agenda. Als erster Co-Working-Space Frankenthals soll der Raum werktags von 9 bis 17 Uhr zum Arbeiten und zum Austausch offen stehen. Gruppen und Vereine können das mit Präsentationstechnik, Kicker und Dartscheibe ausgestattete Loft über die Webseite berndknoeppel.de für Treffen buchen.

Bürger einbinden, mit ihnen ins Gespräch kommen: So stellt Knöppel sich seine Arbeit als Oberbürgermeister vor. Dazu nennt der CDU-Kandidat in seiner mitreißenden Wahlkampfrede, für die es von den rund 140 Gästen des Kampagnenstarts, darunter die CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider und der CDU-Landesvorsitzende Christian Baldauf, immer wieder Beifall gibt, gleich mehrere Formate, die er neu etablieren will. So sollen beispielsweise in einer Zukunftswerkstatt 2030 gemeinsam mit Frankenthalerin eine Bestandsaufnahme gemacht und Perspektiven entwickelt werden. Ein offener Unternehmerrat aus Vertretern Frankenthaler Firmen soll ihm als OB bei wirtschaftspolitischen Fragen zur Seite stehen. Das Ehrenamt soll gestärkt werden. Mit Blick auf die Vereine positioniert sich der CDU-Mann in der Frage von Asylunterkünften am Freitag erneut klar – und gegen die Haltung der Stadtspitze: „Sporthallen dürfen dafür nicht genutzt werden.“

Verwaltungsjob attraktiv machen

Eine Verwaltung, die Dienstleister und Ratgeber der Bürger ist, nennt Knöppel am Freitagabend als Ziel. Dass hier aktuell noch Luft nach oben ist, räumt der Bürgermeister, der seit 2016 Teil des Stadtvorstands ist, selbstkritisch ein. Durch sein Amt wisse er, was verbessert werden muss. Für die Ansage, Prozesse zu beschleunigen, gibt es Zwischenapplaus. „Ich will bei Mitarbeitern der Verwaltung eine neue Begeisterung entfachen. Sie sollen mit Freude und Stolz für die Stadt Frankenthal arbeiten“, kündigt der 53-Jährige an – und scheint am Freitag damit bei seinen Anhängern einen Nerv zu treffen. Er wolle Beschäftigte im Rathaus dazu ermutigen, eigenständig Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Mit neuen Arbeitszeitmodellen und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie will er den Verwaltungsjob auch für junge Eltern attraktiver machen.

Bei der Suche nach Fachpersonal für Kindertagesstätten will Knöppel Vorschläge des Stadtelternausschusses aufgreifen. Um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, will er alle entscheidenden Verwaltungsbereiche und Investoren an einem „runden Tisch“ versammeln, damit Bauprojekte zügiger umgesetzt werden, und Anwohner von Anfang an dabei mitnehmen. Frankenthal soll Fahrradstadt werden, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu benachteiligen.

Kampagne von Tailormade

Bürger zusammenbringen, Jugend, Senioren, Menschen mit Behinderung und Zuwanderer in die Gesellschaft integrieren, dafür steht für den CDU-Kandidaten sein Motto „Bernd verbindet“. Für die Kampagne verantwortlich zeichnet die Agentur Tailormade aus Dirmstein. Oliver Meyer, Geschäftsführender Gesellschafter und gebürtiger Frankenthaler, nannte Knöppel einen „Seilschaftsführer“, der nicht im „Selfiemodus“ unterwegs sei.

Als amtierender Bürgermeister verweist der 53-Jährige auf Erfolge in seinem Zuständigkeitsbereich. So sei beispielsweise mit Unterstützung der Blaulichtfamilie in der Corona-Pandemie „in nur vier Wochen ein Impfzentrum aus dem Boden gestampft“ worden. Als wichtige Bauprojekte in seiner Amtszeit nennt Knöppel die Erweiterung des Albert-Einstein-Gymnasiums, die Turnhalle des Karolinen-Gymnasiums und die Kita Weidstraße.

„Wahllokal“ heißt das Format, bei dem der CDU-Kandidat für das OB-Amt ab 16. März jeden Donnerstag vor Ort an unterschiedlichen Stellen in der Stadt und beim anschließenden Gaststättenbesuch mit Frankenthalern ins Gespräch kommen will. „Ich will ein Macher für die Stadt sein“, kündigt Knöppel selbstbewusst an.

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