Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Umgang mit Bewerbern: Kita-Eltern fordern Umdenken

Belastend für Eltern und Erzieher: der Personalmangel in Kindertagesstätten.
Belastend für Eltern und Erzieher: der Personalmangel in Kindertagesstätten.

Der gesamte Prozess, von der Stellenausschreibung bis hin zur Stellenbesetzung, dauert viel zu lange und ist nicht effizient, kritisiert der Stadtelternausschuss (Stea). Man erwarte, dass Bewerbungen von Erzieherinnen angesichts der Notlage in Kindertagesstätten priorisiert werden.

Der Personalbereich müsse direkt bei Eingang telefonisch einen Termin vereinbaren, sagt der Co-Vorsitzende Tobias Krause. Warum das Wochen brauche, sei unbegreiflich. Es könne nicht sein, dass dann beispielsweise erst noch Räume gesucht werden müssen. Das Vorstellungsgespräch sollte in der Kita geführt werden. „Erzieher und Leitung können am besten beurteilen, ob Bewerber zu ihnen passen.“

Bei der in der RHEINPFALZ geschilderten Erfahrung einer Top-Erzieherin, die wochenlang nichts auf ihre Bewerbung hörte, handle es sich nicht um einen Einzelfall. Den Stea hätten als Reaktion viele Rückmeldungen gleichen Inhalts erreicht. „Das ist ein strukturelles Problem, das angegangen werden muss“, fordert Stea-Vorsitzende Anna Starzetz. Die Ausführungen von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) im Stadtrat, die beide mitverfolgt haben, reichten nicht aus. Ausführlich hatte Hebich in der Sitzung die internen Abläufe beschrieben und auch Verbesserungen, etwa bei der Dauer von Rückmeldungen, angekündigt. „Wir erhalten fast täglich Hilferufe von Eltern, die um ihren Job bangen. Einen solchen Umgang mit Bewerbern können wir uns nicht erlauben.“ Ausdrücklich positiv bewertet der Elternausschuss des Austausch mit der Stadt. Man habe den Eindruck, dass alle an einem Strang ziehen.

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