Donnersbergkreis Neuer Chefarzt für die Innere am Donnersberg

Das Klinikum wird in den nächsten Monaten ein völlig neues Gesicht erhalten.
Das Klinikum wird in den nächsten Monaten ein völlig neues Gesicht erhalten.

Die Nachfolge von Chefarzt Stefan Hinze am Standort Rockenhausen steht. Der Abteilung für innere Medizin wird künftig Herrmann Braun Lambur vorstehen. Auch was den Neubau anbelangt, tut sich etwas am Klinikum.

„Wir sind sehr froh, dass wir so schnell einen Nachfolger für Chefarzt Stefan Hinze gefunden haben“, sagt der Geschäftsführer des Westpfalz-Klinikums, Thorsten Hemmer. Er sei stolz, mit Braun Lambur die Innere Medizin am Westpfalz-Klinikum im Donnersbergkreis künftig um den Schwerpunkt Pneumologie erweitern zu können. „Und der bisherige Chefarzt stefan Hinze geht uns ja nicht verloren. Er bietet im niedergelassenen Bereich künftig für die Patienten Möglichkeiten zur Koloskopie. Ein Bereich, in dem derzeit erheblicher Bedarf besteht. Das kommt natürlich auch dem Klinikum zugute“, so Hemmer.

Neues Team am Start

Der neue Chefarzt, hinter dem auch ein weitgehend neues Team steht, soll den Umzug der Inneren und der Geriatrie von Rockenhausen nach Kirchheimbolanden begleiten und umsetzen. Anfang 2027 soll der Betrieb dort komplett umgestellt und der Neubau vollständig umgesetzt sein. „Wir richten im November und Dezember die Baustelle ein“, so Regionaldirektor Manuel Matzath. Ab Januar werde mit dem Erdaushub für die Umgestaltung des Haupteingangs begonnen. Im März/April soll mit dem Rohbau begonnen werden. „Die Bauzeit von rund zwei Jahren ist sportlich, das ist uns bewusst“, so Matzath. Im Moment gebe es aber keine großen Lieferprobleme für Baumaterial und auch die Handwerker stünden bereits in den Startlöchern, sodass es auch aktuell Grund gebe, irgendwelche Verzögerungen anzunehmen.

Radiologie bereits verlagert

Im vorderen Bereich der Klinik in Kirchheimbolanden ist bereits die ehemalige Radiologie abgerissen worden, sie ist mittlerweile im Gesundheitszentrum angesiedelt. Dort wird ein Neubau entstehen. „Mit der Fertigstellung können wir den Umzug der Abteilungen für Innere Medizin und der Geriatrie von Rockenhausen nach Kirchheimbolanden bewerkstelligen“, so Matzath. Untergebracht werden in diesem Gebäude Endoskopie, Funktionsdiagnostik, Arztdienst, Allgemeinpflege und Intensivstation. Der Bettenbestand in Kirchheimbolanden erhöht sich damit von derzeit 105 auf 170. Zu den sechs Intensivbetten in Kirchheimbolanden kommen die sechs aus Rockenhausen. Gleichzeitig fallen die derzeit 98 Betten und sechs Intensivbetten in Rockenhausen zum Zeitpunkt der Verlagerung entsprechend weg.

Als Sichtschutz zu den angrenzenden Wohnbebauungen soll dort ein grüner Wall errichtet werden. Außerdem wird es auf den ersten 15 Metern kein Patientenzimmer geben. In diesem Bereich werde die Funktionsdiagnostik angesiedelt, darunter auch neue Geräte aus dem Bereich der Pulmologie.

Neue Bettenstation

Es wird zwei komplett neue Bettenstationen geben für Patienten der Geriatrie und der Inneren Abteilung. Außerdem werden die Kreißsäle erneuert und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Intensivstation untergebracht. Hinzukommen Räumlichkeiten für einen Hebammenkreißsaal, der in den kommenden Jahren hier etabliert wird. Dort können Frauen mit Unterstützung ihrer Hebammen und ohne medizinische Versorgung ihr Kind zur Welt bringen. In Notfällen ist allerdings immer ein Arzt greifbar. Die Abteilung für Geburtshilfe ist auf dem Niveau der vergangenen Jahre. An diesem Angebot wird in Kirchheimbolanden niemand rütteln, sind sich Hemmer und Matzath sicher.

Adipositaszentrum wird ausgebaut

„Zu unserer Ausstattung im neuen Klinikum werden auch vier Einzelzimmer für adipöse Menschen gehören“, so Matzath. Damit trage man den Patienten des Adipositaszentrums Rechnung, das in Kirchheimbolanden weiter ausgebaut werden soll. Das sei auch das erklärte Ziel des neuen Chefarztes der Chirurgie, Christian Mönch, der seit März dieses Jahres die Nachfolge von Michael Schmid in Kirchheimbolanden angetreten hat.

„Und an einer weiteren Stelle wird man von der Zusammenlegung der Abteilungen profitieren, nämlich bei unserem Café“, so Matzath. Da spiele die Patientenzahl natürlich eine große Rolle, der Umsatz werde also sicherlich steigen ab 2027. „Es läuft gut in dem Café. Wir würden uns aber wünschen, dass auch mehr Anwohner oder andere Bürger dieses Angebot regelmäßig wahrnehmen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen“, so Matzath.

Der neue Chefarzt der Inneren am Klinikum Donnersberg, Herrmann Braun Lambur.
Der neue Chefarzt der Inneren am Klinikum Donnersberg, Herrmann Braun Lambur.
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