Manche Tanzstücke überleben: Sie haben zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort Premiere gefeiert und werden nach Jahren neu einstudiert. Wiederaufnahme – das klingt nach einem tiefgefrorenen Fertiggericht, das nur kurz aufgetaut wird. Kann die Flüchtigkeit der Bewegungen überhaupt konserviert werden? Tanzintendant Stephan Thoss zeigt in dieser Saison am Mannheimer Nationaltheater seinen amüsanten „Bolero“ (1999, Kiel) und sein surrealistisches „Nightbook“ (2010, Wiesbaden) und erklärt, wie er sein Werk noch einmal frisch kocht.