Emmanuel Macron, seit bald zwei Jahren französischer Staatspräsident, ist ein Phänomen. Seit Napoleon war nie ein französischer Machthaber so jung. Gleichsam im Handstreich übernahm der noch nicht 40-Jährige mit seiner Bewegung „La République en Marche“ die Regierung. Doch so rasant wie der Aufstieg vonstatten ging, so rasant wuchs auch die Unbeliebtheit. Michaela Wiegel, Paris-Korrespondentin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, hat versucht, das Phänomen zu ergründen. Im Institut français in Mannheim hat sie ihr Buch vorgestellt.