Gefühle zu messen ist kompliziert, erst recht Gefühle gesellschaftlicher Gruppierungen. Wie erkennt man, was gerade in der Luft liegt, und das mit wissenschaftlichen Mitteln? Als unzulässige Hellseherei wurden solche Ansätze lange bezeichnet. Der Soziologe Heinz Bude, der zuletzt über „die Gesellschaft der Angst“ geschrieben hat, traut sich dennoch, den Deutschen den Puls zu messen: in seinem neuen Buch „Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen“.