Speyer Zur Sache: Die Mennoniten

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Mennoniten haben ihren Ursprung in der Täuferbewegung der Reformationszeit, Ausgangspunkt war die Schweiz. Einer der Vordenker war der Theologe Menno Simons (1496-1561), dessen Name auf die Bewegung übertragen wurde. „Täufer“ nannte man die Mennoniten, weil sie Erwachsene nach deren freier Entscheidung taufen. Damals wie heute lehnen Mennoniten den Kriegsdienst ab und setzen sich für Frieden ein. Im Lauf der Zeit haben sich verschiedene Strömungen herausgebildet. Das hängt auch damit zusammen, dass Mennoniten in Europa lange verfolgt wurden. Immer wieder mussten sie fliehen, weshalb es sie heute in der ganzen Welt gibt. Weil die Gemeinden autonom sind, reicht das Spektrum von konservativ bis progressiv. In Deutschland gibt es die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden, die sich auf gemeinsame Grundüberzeugungen berufen. Sie zählt 55 Gemeinden mit etwa 5200 Gläubigen. Nach ihren Angaben gibt es in Europa 64.000 Mennoniten, weltweit 1,6 Millionen. (ghx)

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