Tiere RHEINPFALZ Plus Artikel Spechte: Wer ist wer?

Der Wendehals ist gut getarnt.
Der Wendehals ist gut getarnt.

In der Pfalz leben als Brutvögel sieben Spechtarten. Der Buntspecht besiedelt alle Laub- und Mischwaldtypen, während der Mittelspecht eine starke Bindung an Eichen hat. Der ähnlich aussehende, etwa spatzengroße Kleinspecht brütet gerne in älteren, feuchten Laubwäldern, auf Streuobstwiesen, Friedhöfen und in Parks. Er verhält sich sehr unauffällig, ruft selten und ist in den Baumkronen kaum auszumachen.

Der Grünspecht, der beim Flug lachende Rufe von sich gibt, bevorzugt halboffene Landschaften und ist auf Ameisen als Nahrung spezialisiert. Auch der selten gewordene Grauspecht mag Ameisen. Der etwa krähengroße Schwarzspecht, unser größter Specht, lässt sich genau wie der Grauspecht eher selten im Garten sehen. Dafür kann sein lauter Trommelwirbel im Wald von Weitem schon vernommen werden.

Der Wendehals ist bei uns ein seltener Brutvogel, der sich als Zugvogel im Winter in den Savannen und Trockengebieten West- und Zentralafrikas aufhält. Der ebenfalls auf Ameisen spezialisierte Vogel bewohnt gerne Streuobstwiesen und kann auch in Flussauen, Parks und auf Friedhöfen vorkommen.

Ganz leicht macht es der Mensch den Spechten nicht. Auf schnell wachsenden Wiesen kommen die Ameisenfreunde unter den Spechten kaum noch an die begehrte Nahrung. Die Beseitigung abgestorbener Baumstämme macht es Wendehals, Klein-, Grau-, Grün- und Mittelspecht sehr schwer, Höhlen zu zimmern, weil sie nicht die robusten Hackschnäbel des Schwarz- und Buntspechts besitzen. Wenig Totholz verringert zudem das Nahrungsangebot an Käfern oder Larven.

In der Pfalz wird weder der Weißrückenspecht noch der Dreizehenspecht als Brutvogel beschrieben. Sie kommen eher in höheren Regionen vor.

Ähnelt der grünen Verwandschaft, also dem Grünspecht: der Grauspecht.
Ähnelt der grünen Verwandschaft, also dem Grünspecht: der Grauspecht.
Schwarzspechte sind selten.
Schwarzspechte sind selten.
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