Im Garten
Was hilft gegen Dickmaulrüssler?

Dickmaulrüssler treten an etwa 150 Wirtspflanzenarten auf, darunter Weinreben, Rosen, Strauchbeerenobst, Erdbeeren, Bergenien, Hortensien, Mauerpfeffer, Eiben, Rhododendren, Kirschlorbeer, Liguster und Zwergmispeln. Um das Einschleppen in den Garten zu verhindern, sollten neue Pflanzen intensiv begutachtet werden. Dazu kontrolliert man Blätter auf Lochfraß und Wurzelballen auf Larvenbefall.
Sind sie schon da, können die scheuen Käfer nachts abgesammelt werden. Das ist aufwendig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Eventuell hilft es, nasse Jutesäcke oder Bretter auf den Boden zu legen oder umgedrehte, mit Holzwolle gefüllte Tontöpfe aufzustellen. Die Käfer verstecken sich dort am Tag – vielleicht! Die chemische Keule scheidet aus, gegen die Käfer gibt es nichts, was dauerhaft hilft und zugelassen ist.
Im Handel ist eine biologische Falle zur Bekämpfung der Käfer. Es sind Fangbretter (Nemtop-Käferstopp) mit Nuten an der Unterseite erhältlich. Dort befindet sich ein Gel mit insektenabtötenden Fadenwürmern, den Nematoden. Ein solches Brett eignet sich als Unterschlupf, wenn dem Käfer alternative Verstecke fehlen.
Nematoden lautet bei der rheinland-pfälzischen Gartenakademie in Neustadt das Stichwort, wenn es um die Bekämpfung der Larven geht. Diese räuberischen Fadenwürmer dringen in die Larven ein und bringen sie über ein Bakterium zum Absterben. Nach Angaben der Gartenakademie können im Freiland, je nach Witterung, Nematoden bereits im Februar ausgebracht werden. Sie werden mit dem Gießwasser auf dem Boden oder auf das Topfsubstrat verteilt, leben nur ein paar Wochen und verschwinden dann wieder. Die Fadenwürmer, die weder für Mensch noch Haustier schädlich sind, gibt es bei darauf spezialisierten Nützlingsfirmen überwiegend im Internet zu kaufen.
