Politik Zur Sache: Bis zu sechs Ankerzentren

Als Konsequenz aus den Vorfällen in Ellwangen will Bundesinnenminister Horst Seehofer in den geplanten Asyl- und Abschiebezentren auch die Bundespolizei einsetzen, um Bewohner und Bevölkerung zu schützen. Seehofer stellt sich damit gegen starke Bedenken der Gewerkschaft der Polizei gegen einen Einsatz der Bundespolizei. Drei Bundesländer haben bisher Interesse bekundet, sich an der Pilotphase für die geplanten Asylzentren zu beteiligen. Der Staatssekretär im Innenministerium, Helmut Teichmann, sagte gestern, für die sogenannten Ankerzentren hätten sich im ersten Anlauf Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Im August oder September könnten fünf bis sechs Einrichtungen an den Start gehen, sagte Teichmann. Die SPD steht Seehofers Plan, Ankerzentren zu schaffen, reserviert gegenüber. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte am Mittwoch, insbesondere wenn in diesen Zentren vor allem junge Männer ohne Bleibeperspektive untergebracht würden, werde sich schnell keine Kommune freiwillig als Standort für eine solche Einrichtung melden.
