Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Blettners OB-Start: Schnörkellos ohne Show

Kopf eines fünfköpfigen Stadtvorstands, „Boygroup“ genannt: Klaus Blettner (Mitte). Links neben ihm David Guthier (SPD) und Lars
Kopf eines fünfköpfigen Stadtvorstands, »Boygroup« genannt: Klaus Blettner (Mitte). Links neben ihm David Guthier (SPD) und Lars Pletscher (CDU). Rechts von ihm sein OB-Stellvertreter Andreas Schwarz (SPD) sowie Alexander Thewalt (parteilos).

Sattelfest in den Themen, konsequent bei der Sitzungsführung, angemessen im Ton: Klaus Blettner hat einen unspektakulär guten Start als OB hingelegt.

Politiker zu loben, liegt ja nicht gerade im Trend. Wenn’s läuft, gilt das als selbstverständlich, läuft’s nicht, gibt’s auf die Mütze. Im Fall von Klaus Blettner kann man dessen Start ins OB-Amt als durchaus gelungen bezeichnen. Er hat keine gravierenden Fehler gemacht, bringt Zug in die Sitzungen, führt sie straff, sachlich und im Ton angemessen.

In den Topthemen ist er drin und konzentriert sich auf die Kernbereiche: Infrastruktur, Müllbeseitigung, Finanzen, Sicherheit, Personalsuche und – nicht zu unterschätzen – ein motivierendes Klima in der Verwaltung.

Auf die BASF-Pläne, Tausende Werkswohnungen zu verkaufen, hat er schnell und schnörkellos reagiert und den Konzern in die Pflicht genommen. Die Rathauspläne am Berliner Platz sind eingetütet.

Zupass kommt Blettner die politische Konstellation: Im Stadtrat ist die CDU stärkste Kraft, in Mannheim und im Rhein-Pfalz-Kreis regieren Parteikollegen, die neue Landesregierung ist unionsgeführt. Das erleichtert seine Arbeit im Alltag und hilft Blettner, von ihm protegierte Projekte wie eine KI-gestützt Videoüberwachung zügig umzusetzen.

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