Glosse Trump zieht für die CDU in die Wahl

Will Kallstadt besuchen: Katharina Trump kandidiert für den Bundestag.
Will Kallstadt besuchen: Katharina Trump kandidiert für den Bundestag.

Was eine Berliner Regierungsrätin und der US-Präsident gemeinsam haben – oder nicht

Trump hier – Trump da. Der neue US-Präsident beherrscht die Schlagzeilen. Aber eine solche wie über diesem Artikel gab es bisher nicht. Und sie ist natürlich wahr, obwohl sie auf eine falsche Fährte führt. Denn mit dem Mann aus dem Weißen Haus hat sie nichts zu tun. Doch der Name Trump taucht tatsächlich auf einer Liste für die Bundestagswahl auf. Die Berliner CDU darf damit werben, dass Trump nun in den Wahlkampf zieht – mit Katharina Trump (mit deutschem „u“).

Die Juristin ist seit Jahren aktives und – wie sie sagt – begeistertes Mitglied der CDU und kandidierte bereits für das Europäische Parlament, schaffte es allerdings nicht. Nun steht sie auf Platz 10 der Berliner CDU-Liste für die Bundestagswahl und hofft auf den Einzug ins Parlament.

Verwandt oder verschwägert?

Das dürfte schwierig werden, doch Katharina Trump kämpft mit Leidenschaft und Herzblut für die Demokratie und ein gerechtes Miteinander, wie sie betont. „Und das unterscheidet mich vielleicht von meinem Namensvetter“, schmunzelt die Berlinerin, die als Regierungsrätin im Innenministerium von Brandenburg arbeitet.

Natürlich hat sie sich schon gefragt, ob sie „verwandt oder verschwägert“ ist mit diesem „Herrn Donald Trump“. Doch keine ihrer verwandtschaftlichen Wurzeln führt in die Pfalz, jedenfalls fand sie solche noch nicht. „Meine Recherchen sind aber noch nicht abgeschlossen“, sagt sie im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Besuch in Kallstadt geplant

Ihre Großeltern väterlicherseits lebten zunächst in Berlin, nach dem Zweiten Weltkrieg dann in Polen. Trumps Vater wuchs in Wroclaw (Breslau) auf, wo er eine Polin kennenlernte – die Mutter von Katharina, die dann in Berlin auf die Welt kam.

Und dann gibt es da noch eine Anekdote zum Familiennamen: Ihr Großvater hatte in Süddeutschland während seiner Stationierung eine überraschende Begegnung. Als der Nachname „Trump“ laut gerufen wurde, meldete sich neben dem Großvater auch ein anderer Mann. „Beide Männer zeigten sich verwundert, und mein Großvater fragte, wie das denn der Fall sei kann, dass sie den gleichen Nachnamen hätten“, erzählt die Berlinerin. Es stellte sich heraus, dass der andere Mann aus einem Ort aus der Pfalz stammte, in dem der Nachname „Trump“ verbreitet war. Möglicherweise sei das Kallstadt gewesen, doch das wisse sie nicht.

Jedenfalls hat sich Katharina Trump vorgenommen, einmal Kallstadt zu besuchen, „wo es ja guten Wein geben soll“. Die Pfälzer Gemeinde, aus der die Großeltern väterlicherseits des 45. und 47. US-Präsidenten stammen, ist auf alle Fälle eine Reise wert.

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