Öffentlicher Dienst Auch in der Pfalz bald erste Streiks

Verdi-Chef Frank Werneke führt erstmals die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.
Verdi-Chef Frank Werneke führt erstmals die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen wird es in den kommenden Tagen auch in Rheinland-Pfalz erste Arbeitsniederlegungen geben.

Die Arbeitgeber hätten bisher „keine Art von Wertschätzung“ für die Arbeit der Beschäftigten gezeigt, kritisierte am Montag der Leiter des Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland der Gewerkschaft Verdi, Michael Blug. Darüber seien die in der Corona-Krise so gelobten Mitarbeiter „sehr enttäuscht“. Deshalb plane Verdi ab dieser Woche erste Warnstreiks.

Kommende Woche Streiks im Gesundheitswesen

Der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Pfalz, Jürgen Knoll, kündigte gegenüber der RHEINPFALZ an, in der kommenden Woche werde es in der Pfalz unter anderem im Gesundheitswesen Streikaktionen geben, die in der Folge auch auf andere Bereiche ausgedehnt würden. Dabei seien auch ganztägige Arbeitsniederlegungen geplant. In anderen Bundesländern ruft Verdi die Beschäftigten schon für diesen Dienstag zu vereinzelten Protestaktionen auf.

Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern 4,8 Prozent höhere Löhne, monatlich jedoch mindestens 150 Euro mehr Geld. Bisher gibt es noch kein Angebot der Arbeitgeber. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte ein formelles Arbeitgeberangebot noch vor der dritten Tarifrunde am 22. und 23. Oktober an.

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