Politik An den Festtagen weniger Reisen und Verwandtenbesuche
Die Mobilität an den Weihnachtstagen ging deutschlandweit durchschnittlich um 14,6 Prozent gegenüber dem jeweiligen Tag des Vorjahres zurück. Das zeigt die Sonderauswertung experimenteller Mobilitätsdaten. Der Rückgang fiel am ersten Weihnachtsfeiertag mit einem Minus von 14,3 Prozent und am zweiten Weihnachtsfeiertag mit minus 18,5 Prozent stärker aus als an Heiligabend mit minus 11,1 Prozent.
Keine längeren Reisen an Weihnachten
Besonders stark sank die Anzahl längerer Reisen an den beiden Weihnachtsfeiertagen: Reisen mit einer Distanz von 50 bis unter 100 Kilometern gingen am 25. und 26. Dezember um gut ein Drittel, Reisen mit einer Entfernung von 100 Kilometern oder mehr sogar um etwa die Hälfte zurück. Dies deute darauf hin, dass viele Menschen auf Besuche von weiter entfernt lebenden Familienmitgliedern und Urlaubsreisen verzichtet haben, hieß es.
Dabei gab es regionale Unterschiede. Am stärksten ging die Mobilität in Berlin (minus 20 Prozent), in Bayern (minus 18 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (minus 17 Prozent) zurück. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg fiel der Rückgang mit minus sieben beziehungsweise minus einem Prozent besonders niedrig aus.
Wenig Bewegung in Stuttgart und München
Alkohol-, Feuerwerks- und Versammlungsverbote an den üblichen Silvester-Treffpunkten vor allem der Städte schlugen sich zum Jahreswechsel auch in den Mobilitätsdaten nieder. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr war in der Silvesternacht ein Rückgang der Mobilität um 57 Prozent zu beobachten. Zwischen Mitternacht und 1 Uhr war der Rückgang zwar etwas geringer als in den angrenzenden Nachtstunden, aber dennoch deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Beim Vergleich der zehn größten Städte zeigte sich vor allem in Stuttgart und München wenig Bewegung: Mit durchschnittlich minus 80 Prozent beziehungsweise minus 83 Prozent fiel der Rückgang der Mobilität noch deutlich stärker aus als in den anderen Großstädten. Dies sei vermutlich auf die auch in der Silvesternacht in Baden-Württemberg und Bayern geltenden Ausgangssperren zurückzuführen, hieß es.