Militärschlag gegen Iran
Air Base Ramstein: US-Soldaten in Alarmbereitschaft
Das Dröhnen von schweren US-Flugzeugen ist für die Menschen in der Westpfalz Alltag. Regelmäßig fliegen die Maschinen über Städte und Dörfer rund um Kaiserslautern. In den vergangenen Wochen haben sich die Aktivitäten aber erheblich intensiviert. Noch als Vertreter des Iran und der USA miteinander am Verhandlungstisch saßen, hoben immer mehr Flieger in Ramstein ab. Nach und nach schafften die USA Material in den Nahen Osten. Und Ramstein spielte und spielt, wie so häufig, eine wichtige Rolle.
US-Flugzeuge von Spanien nach Ramstein verlegt
Welche genau das ist, dazu könne und wolle sie keine Auskunft geben, antwortet eine Sprecherin der Air Base auf eine Anfrage der RHEINPFALZ. Nur so viel: Die Base stehe natürlich für Zwischenstopps von militärischen Flugzeugen der USA zur Verfügung. Ebenso gewähre man Alliierten Überfluggenehmigungen, sofern es denn Anfragen gebe. Ob erneut auch verletzte Soldaten zur Behandlung in die Pfalz ausgeflogen werden, lässt die Sprecherin unbeantwortet.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden mindestens sieben US-Flugzeuge von Spanien nach Ramstein verlegt. Spanien hatte verkündet, nicht zu akzeptieren, dass Angriffe auf den Iran von seinem Hoheitsgebiet aus geflogen werden.
Enger Austausch mit Landesregierung
Während der Iran insbesondere Militärstützpunkte der USA in der Golfregion mit Angriffen überzieht, ist die Situation in Ramstein ruhig. In der Westpfalz bewertet man die Bedrohungslage jedoch permanent. „Wir sind wachsam“, sagt die Sprecherin. Das Militär sei jederzeit bereit, passende Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der US-Soldaten, der Zivilangestellten, Auftragnehmer und deren Familien zu garantieren.
Die Landesregierung sei im engen und intensiven Austausch mit den handelnden Personen in Ramstein und Spangdahlem, erklärt Ministerpräsident Alexander Schweitzer.
Mehr zum Thema: Liveblog zur Eskalation in Nahost
