Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Zweibrücken verliert Klima-Expertin: Ring geht nach Saarbrücken

Anne-Lorraine Ring
Anne-Lorraine Ring

Ende der Woche verabschiedet sich Anne-Lorraine Ring aus dem Zweibrücker Rathaus. Die Stadt muss sich nun eine neue Klimaanpassungsmanagerin suchen.

Die Biologin und Ökologin Anne-Lorraine Ring wechselt in die Verwaltung ihrer Heimatstadt Saarbrücken, in der sie geboren wurde und immer noch wohnt. In der saarländischen Hauptstadt wartet auf sie eine unbefristete hauptamtliche Stelle als Klimaschutzmanagerin.

In Zweibrücken hatte sie am 1. Dezember 2023 als Klimaanpassungsmanagerin angefangen. „Ich gehe nicht weg, weil es mir hier nicht gefallen hätte“, stellt Ring klar. „Im Gegenteil. Es hat mir sehr imponiert, wie ernst der Klimaschutz in dieser Stadt genommen wird. Ich konnte auf eine gute Vorarbeit aufbauen, die ein Klimaanpassungscoach und die Stadtplanung schon geleistet hatten. Hier gibt es eine sehr gute Infrastruktur, zum Beispiel mit dem Verein ZW-vernetzt. Der ist sehr engagiert; die Stadt sollte unbedingt weiter eng mit ihm zusammenarbeiten.“

Nicht mehr jeden Tag zur Arbeit pendeln

Anne-Lorraine Ring tauscht ihren Zweibrücker Job, der über Fördermittel vom Bund finanziert wird und dessen Befristung jeweils nach zwei oder drei Jahren auf eine Verlängerung angewiesen ist, gegen eine freigewordene feste Stelle im Saarbrücker Rathaus ein. „Dann muss ich auch nicht mehr jeden Tag anderthalb Stunden lang hin und her pendeln. In Zukunft kann ich diese Zeit besser in meine Arbeit investieren.“

Als Klimaanpassungsmanagerin suchte die junge Frau in Zweibrücken nach Möglichkeiten, um die Rosenstadt widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen von Klimawandel und Erderwärmung zu machen. Ring regte den Aufbau von Grün-Oasen, schattigen Plätzen und Wasserstellen an. Unter anderem arbeitete sie am städtischen Starkregenkonzept mit und half beim Entwickeln der beiden ökologischen Naherholungszonen „Piko-Parks“ an der Schwalben- und der Hofenfelsstraße. In Saarbrücken wird die Umwelt-Fachfrau als Klimaschutzmanagerin vordringlich mit energiesparendem Bauen, dem Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbarer Energie und dem Abbau des Ausstoßes von Treibhausgasen zu tun haben. Dort war der Klimaschutzmanager bislang ebenfalls auf Grundlage einer geförderten, zeitlich begrenzten Stelle tätig. Inzwischen, so Ring, sei in Saarbrücken die Bundesförderung ausgelaufen; die Stadt finanziere den Posten nun dauerhaft aus eigener Kasse.

Stelle für die Nachfolge ist ausgeschrieben

In Zweibrücken bleibt der Klimaschutzmanager Jonas Kirch an Bord. Der studierte Raumplaner ist hier ebenfalls über ein zeitlich befristetes Förderprogramm vom Bund angestellt. Nun soll ihm eine neue Anpassungsmanagerin zur Seite gestellt werden. Ring: „Meine bisherige Zweibrücker Stelle ist neu ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft bis 5. Dezember.“ Die Förderung bis sei November 2028 gesichert. „Die Stadt versucht, eine Verlängerung um weitere Monate zu erreichen, damit die Nachfolge erst mal für drei volle Jahre gefördert wird. Natürlich ebenfalls mit der Aussicht auf weitere Verlängerung.“

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