Bad Dürkheim
„Babbel doch“: Gute Chancen für Festival vor der Dürkheimer Brunnenhalle
Wenn der Name Programm ist: Beim „Babbel doch!“-Festival steht seit 2024 die Pfälzer Mundart im Mittelpunkt. Im kommenden Jahr soll das Kultur- und Musikfest, das vom „Schörlehead“-Team um Monji El Beji sowie seinen Bandkollegen Alexander Franken und Christoph Erbach ins Leben gerufen wurde, nach Bad Dürkheim umziehen.
Die Chancen dafür stehen gut: Der Kulturausschuss der Stadt Bad Dürkheim hat die Verwaltung nun einstimmig beauftragt, die Voraussetzungen für die Durchführung des „Babbel doch!“-Festivals zu schaffen.
Wie der „Fine R.I.P.“- und „Woifeschdkänisch“-Frontmann Monji El Beji im Gespräch mit der RHEINPFALZ im Februar erklärt hatte, war es den Veranstaltern in ihrer bisherigen Spielstätte, dem Genusshof Ehrlich in Fußgönheim, zu eng geworden. Geplant ist, dass das dreitägige Festival im kommenden Jahr in den Kurpark umzieht.
Einen festen Termin gibt es laut Kulturdezernent Claudius Güther (CDU) allerdings noch nicht. Angedacht sei ein Zeitraum „zwischen Filmfrühling und Wurstmarkt“. Mit dem zusätzlichen Angebot wolle man zudem keine Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen schaffen. „Wir schauen, wie wir das gut in den Kalender integriert bekommen“, sagt Güther.
Direkt vor der Brunnenhalle
Eine wichtige Frage dürfte der Lärmschutz werden. Das angestrebte Gelände liegt vor der Brunnenhalle – also in einem Bereich mit direkten Anwohnern. Anders als beim derzeit laufenden Filmfrühling wird das „Babbel doch!“-Festival nicht über Kopfhörer übertragen. „Selbstverständlich werden wir das rechtssicher darstellen“, sagt Güther. Die vorgeschriebenen Schutzwerte sollten eingehalten werden. Bei Informationsveranstaltungen mit Anwohnern sei das Festival bereits thematisiert worden.
Gleichzeitig hebt Güther die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Sie schaffe Raum für Begegnung und Geselligkeit. „Zugleich sind solche Veranstaltungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da sie zahlreiche Gäste aus der Region anlocken, die unsere Geschäfte, Restaurants, Hotels und Weingüter besuchen“, betont er. Die Interessen der Anwohner müssten dabei mit anderen Belangen abgewogen werden. Maximalforderungen von beiden Seiten seien nicht umsetzbar.
Vorlage für die Gestaltung des Geländes sei der Aufbau einer Bühne beim früheren SWR3-Comedy-Festival. Der Radiosender hatte 2019 den Platz rund um den Brunnen als Veranstaltungsfläche genutzt. Veranstalter und Stadt wollen für das Festival kooperieren. Geplant ist, dass die Stadt die Fläche zur Verfügung stellt und bei Logistik sowie Marketing unterstützt. Im Gegenzug könnte sie möglicherweise an den Ticketerlösen beteiligt werden. Ausdifferenziert sei die Vereinbarung allerdings noch nicht. „Das ist Teil der Arbeit, die vor uns liegt“, sagt Güther.