Neustadt
Projekt „Wasser in die Stadt“ verzögert sich erneut
Seit ein paar Tagen darf zwischen Badstubengasse und Hauptstraße in Neustadt wieder flaniert werden. Die Spielgeräte sind noch verpackt, doch die Sitzbänke werden schon rege in Beschlag genommen. Daneben steht ein Baustellenzaun. „In dem Bereich müssen noch Leitungen verlegt werden“, berichtet Kerstin Baum, städtische Projektleiterin des von der Bürgerstiftung und des Lion Clubs angeregten Projekts „Wasser in die Stadt“ auf RHEINPFALZ-Anfrage.
Zwar ist schon vieles erledigt, doch stehen auch noch einige Aufgaben auf der Liste. Die Fugen zwischen den Steinen konnten zum Beispiel noch immer nicht mit Silikon gefüllt werden wegen der Kälte, die vor allem nachts noch herrscht. „Dadurch würden sie nur wieder reißen“, so Baum.
Lieferung der Steine hakt erneut
Das Thema Steine umtreibt die Projektleiterin schon länger, wenn auch aus einem anderen Grund. Denn nicht zum ersten Mal warten die Bauarbeiter der Firma Flörchinger aus Guntersblum auf Nachschub aus China. Die Pflastersteine werden mangels Lagermöglichkeit in Etappen geliefert. Die jetzige Fuhre verspätet sich schon um mehr als fünf Wochen, berichtet Kerstin Baum. Woran das liegt, kann sie auch nicht sagen, ob möglicherweise auch die Probleme des Schiffs „Ever Given“ auf dem Suezkanal zur Verzögerung beigetragen haben.
Ab Donnerstag nächste Woche wird der Boden Richtung Elwedritschebrunnen herausgerissen, es wird also noch einmal laut. Jedoch bleibt der Bereich vor dem Klemmhof-Parkhaus zunächst unbeührt. Da im Klemmhof aktuell eines der vom Deutschen Roten Kreuz betriebenen Corona-Schnelltestzentren untergebracht ist, muss der Zugang zum Parkhaus für Fahrzeuge offen bleiben. Erst, wenn das Testzentrum bei einer Entspannung der Corona-Lage wieder schließt, werden die Steine dort ebenfalls entfernt. „Hoffen wir, dass es im Sommer soweit sein wird“, sagt Baum.
Immer wieder Unwägbarkeiten
Unabhängig davon, sollen die neuen Wasserläufe – die Herzstücke des Projekts – schon vorher freigegeben werden. Ob das wegen der fehlenden Steine allerdings bis zum geplanten Termin Ende des Monats der Fall sein wird, bleibt offen. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass die Baustelle bis Ende vergangenen Jahres fertig gestellt sei. Dann wurde Ostern 2021 anvisiert, bevor es Ende April sein sollte. „Wir hatten immer wieder mit einigen Unwägbarkeiten zu kämpfen“, betont Baum. Unter anderem damit, dass mehr alte Fundamente und Steinreste im Untergrund gefunden als ursprünglich gedacht. Diese mussten ausgebaut und beseitigt werden.