Bad Dürkheim
Radhäuser: Nur gut ein Drittel der Plätze vermietet
Sechs Radhäuser verteilen sich über das Stadtgebiet. Ziel von Stadtverwaltung und Kommunalpolitik ist die Förderung des Radverkehrs. Die sicheren Abstellmöglichkeiten sollen beispielsweise Pendler dazu motivieren, das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen. Die Kosten für den Radler sind günstig: Sieben Euro kostet es im Monat, sein Rad sicher abzustellen.
Von Beginn an blieb die Nachfrage jedoch verhalten – daran hat sich bis heute wenig geändert: Aktuell sind nach Angaben der Stadt 36 Prozent der Kapazitäten in den Dürkheimer Radhäusern belegt. Das entspricht ungefähr dem Stand vor einem Jahr. Damals teilte die Stadt mit, dass rund ein Drittel der Plätze in den Abstellanlagen am Bahnhaltepunkt im Triftweg, in der Nähe der Rhein-Haardtbahn-Haltestelle Bad Dürkheim-Ost, in der Burgstraße, am Krankenhaus sowie den beiden am Bahnhof vermietet seien.
Besonders gefragt sind laut Stadt die Standorte am Hauptbahnhof sowie das Radhaus am Haltepunkt Trift. Die geringste Nutzung verzeichnet derzeit der Standort am Stadion Trift. Zu den Hauptnutzern zählen nach Einschätzung der Stadt Berufspendler, Schüler sowie Bewohner der Wohnanlagen in der Dresdner Straße.
Nicht wirtschaftlich orientiert
Die Radhäuser seien als langfristige Infrastrukturmaßnahme angelegt gewesen, betont die Stadt auf Nachfrage. „Von Beginn an war uns bewusst, dass es Zeit braucht, bis die Angebote im Stadtgebiet bekannt sind und sich entsprechend etablieren.“ Gleichzeitig habe die Stadt jedoch mit einem größeren Interesse gerechnet.
Die sechs Radhäuser sowie eine Radservicestation am Bahnhof kosteten 2024 rund 230.000 Euro. Bezuschusst wurde die Maßnahme mit 115.000 Euro aus dem Programm „Stadt und Land“. Die laufenden Kosten bewegen sich aktuell laut Stadt „auf einem moderaten Niveau“. Der größte Aufwand entstehe durch die regelmäßige Reinigung, insbesondere in den Herbstmonaten wegen des Laubfalls.
Bei den Radhäusern handele es sich nicht um ein wirtschaftlich orientiertes Projekt, sondern um ein langfristiges Mobilitätsangebot, erklärt die Stadt mit Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Erfahrungen aus anderen Projekten – etwa dem Stadtmobil – zeigten, dass sich solche Angebote oft erst über einen längeren Zeitraum etablierten.