Bechhofen
Warum im Ort in den nächsten Monaten so viel gebaut werden soll
Von Thomas Füssler
Der Kommunalhaushalt 2022/23 soll am Mittwochabend, 19 Uhr, im Gemeinderat beschlossen werden. In Bechhofen steht nach der Sanierung von Straßen und Leitungen jetzt das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) im Fokus. Es wird unter anderem für die Aufnahme zweier Kita-Gruppen vorbereitet.
Es sei erinnert an einen Batzen Probleme, die Bechhofen seit Jahren plagen: Die Kita ist zu klein geworden. Eine Gruppe wurde bereits im Vorjahr ins Dorfzentrum ausgelagert. Weitere Kinder besuchen seit den Sommerferien die Kita in Lambsborn. Zudem ist das Bechhofer Kita-Gebäude veraltet. Im DGH wird nun durch Umbauten Platz für zwei weitere Kita-Gruppen geschaffen. Das kostet etwa zwei Millionen Euro. Und schon seit Jahren regnet es durchs DGH-Dach rein. Dessen längst überfällige Sanierung ist mit zusätzlichen 340.000 Euro Kosten in den Haushalt eingestellt. Das ist aber noch nicht alles.
Kindergarten kann so nicht bleiben
Schließlich kann der bestehende Kindergarten nicht in seinem derzeitigen Zustand bleiben. „Hier haben wir bereits die Heizungsanlage für 55.000 Euro erneuert. Als Prävention gegen den Klimawandel wird nun ein Sonnenschutz an der vorderen Fassade angebracht“, beginnt Ortsbürgermeister Paul Sefrin aufzuzählen. „Auch an der Rückseite, wo die maroden Glasbausteine sind, müssen wir in Sonnenschutz investieren und die Glasbausteine durch Fensterelemente ersetzen. Dafür wollen wir 150.000 Euro investieren.“ Zu all diesen Baumaßnahmen komme noch eine weitere hinzu, die bereits feststehe, erzählt der Bürgermeister: Das Mauerwerk der Kita in Richtung Schulstraße ist feucht. Schimmel sei zwar noch nicht aufgetreten; die Feuchtigkeit sei aber längst da. Für die Trockenlegung der Kellerfassade sind weitere 68.000 Euro im Haushalt eingeplant.
Aber warum baut man dann nicht gleich neu, wenn am Bestandsgebäude so viel getan werden muss? Sefrin erinnert daran, dass er selbst einen Kita-Gesamtneubau für acht Gruppen als große Lösung bevorzugt hätte. „Aber das ist finanziell leider nicht möglich. Weil wir nur den Neubau für zwei Gruppen im DGH gefördert bekommen.“ Daher könne man nur das Bestandsgebäude sanieren. „Dessen Bewirtschaftung wird, was die neuzeitlichen Forderungen des Kita-Gesetzes angeht, trotzdem schwierig“, fürchtet Sefrin. Demnächst werde der Altbau besichtigt, mit einem Architekten und einem Baufachmann von der Verbandsgemeinde. „Dann wird ein Sanierungsplan entworfen. Mitunter müssen im Haus noch die Fußböden erneuert werden und Sanitärbereiche für das Personal und die Kinder neu gebaut werden. Da wird noch einiges auf uns zukommen.“
Vorhaben für die Mühl- und Kirrberger Straße
Schon jetzt scheint klar, dass sich der Bechhofer Gemeinderat im kommenden Jahr mit einem Nachtragshaushalt befassen muss. Aber nicht nur wegen der Kindergartensanierung. Denn auch mit der Sanierung der Mühlstraße wird begonnen. „Die ist halt noch nicht mit dem aktuellen Preis veranschlagt. Die ursprünglich vorgesehenen 180.000 Euro können ja aus bekannten Gründen nicht gehalten werden. Wir werden dort vermutlich zwischen 500.000 oder 600.000 Euro landen.“
Paul Sefrin nennt aber noch mehr Baumaßnahmen, die den Bechhofern in naher Zukunft bevorstehen. „In der Kirrberger Straße soll die Einmündung neu gemacht werden. Ich hoffe, dass der Landesbetrieb Mobilität hier mitspielt. Dann können bald die Bauherren am Neupeter Hof mit dem Hausbau beginnen. Und wir sind mit der Firma Unsere Grüne Glasfaser im Gespräch, für den eigenwirtschaftlichen Ausbau mit Glasfaser. Es geht richtig ab hier in Bechhofen.“