Lambsborn / Bechhofen
Bechhofer Kinder können nach Lambsborn in die Kita
„Wir haben Kinder, die wohnen in drei Kilometern Entfernung und die haben Not. Denen muss man helfen“, begründet Bürgermeister Rudi Molter weshalb sein Rat einstimmig für die Aufnahme von Bechhofer Kindern in die Lambsborner Kita gestimmt hat. Wie kommt das jetzt?
Die Landkreise von Kaiserslautern, Kusel, Donnersberg und der Landkreis Südwestpfalz wollen in puncto Kitas gemeinsame Sache machen. Gibt es in einem Dorf zu wenig Plätze, können hiervon betroffene Eltern ihre Sprösslinge in das Nachbardorf schicken, auch wenn dieses nicht mehr zum eigenen Landkreis gehört. Bechhofen aus dem Landkreis Südwestpfalz kann nun nicht mehr alle Kinder in der eigenen Kita aufnehmen. Lambsborn aus dem Landkreis Kaiserslautern hat wiederum Plätze frei (die RHEINPFALZ berichtete am 9. Juli).
Neun Kinder betrifft es momentan
Elf Elternteile aus Bechhofen hatten in Erwägung gezogen, ihre Kinder in Lambsborn unterzubringen. Nun sind es konkret neun Kinder, die ab September in der Lambsborner Kita aufgenommen werden könnten. Damit wächst die Anzahl der Kita-Kinder in Lambsborn auf 28. Das trägt auch zur Sicherung der Arbeitsplätze in der Kita in Lambsborn bei, denn es gibt einen Stellenschlüssel, der vorschreibt, wie viele Erzieherinnen wie viele Kinder betreuen dürfen. Molter schätzt, dass seine Kita bis zu 35 Kinder aufnehmen kann. Von daher sei auch darüber hinaus noch genügend Platz für Kinder, deren Eltern erwägen, demnächst nach Lambsborn ziehen zu wollen.
Noch ist aber die Kostenstruktur der Zusammenarbeit unklar. Bechhofen und der Landkreis Südwestpfalz werden an den Kosten, die die Bechhofer Kinder in Lambsborn verursachen, beteiligen. Das ist Voraussetzung der landkreisübergreifenden Vereinbarung. Wie genau die Kostenverteilung ausfällt, muss aber noch ausgehandelt werden.
Bechhofer Rat muss noch zustimmen
Der Lambsborner Rat hat Molter nun dazu ermächtigt, die entsprechende Vereinbarung abzuschließen. Auch um den Bechhofer Eltern Rechtssicherheit darüber zu gewähren, dass ihre Kinder einen Platz in der Lambsborner Kita erhalten werden. Was hierzu noch fehlt, ist die Zustimmung des Bechhofer Rates zur landkreisübergreifenden Zusammenarbeit. Der verhandelt Donnerstag kommende Woche über die Vereinbarung der beiden Dörfer. Sie gilt aber als Formsache. „Bis dahin sollen auch die abgestimmten Vertragsentwürfe für die Zusammenarbeit, Kooperation, zwischen den Kitas Bechhofen und Lambsborn vorliegen“, schätzt Molters Amtskollege Paul Sefrin.