Bechhofen Das Neubaugebiet mit dem altem Schreibfehler

Die Erschließung des Neubaugebietes hat begonnen.
Die Erschließung des Neubaugebietes hat begonnen.

Alle 26 Bauplätze im Bechhofer Neubaugebiet am „Neupeter Hof “sind vermarktet, die Erschließung durch die Pfalzwerke hat begonnen. Nun steht ebenfalls fest, dass die neue Straße wie das Baugebiet heißen wird – obwohl das bedeutet, dass ein Schreibfehler aus alten Tagen fortgeführt wird.

„Einen Neupeter Hof gab es nie“, sagt der zweite Bechhofer Beigeordnete Achim Scherer zum Namen des Neubaugebietes. Damals, als die Vermessungsbeamten die Gewannen kartografierten und benannten, ist laut Scherer ein Schreibfehler passiert. Denn eigentlich heißt das Gebiet in Richtung Lambsborn, auf dem nun das Neubaugebiet entsteht, „Neupeler Hof“, also mit einem „l“ statt einem „t“. Im Volksmund habe sich dann jedoch der Name „Neupeter Hof“ durchgesetzt. Deshalb wird die neue Wohnstraße in dem Gebiet auch diesen Namen tragen. Bürgermeister Paul Sefrin ist darüber ganz froh, er spricht sich grundsätzlich dafür aus, alte Gewannen-Bezeichnungen fortzuführen, um die Dorf-Historie aufrecht zu erhalten. Seitens der CDU-, SPD- und Grünen-Fraktion gab es hierzu auch keine anderen Meinungen. CDU-Sprecher Matthias Roos witzelte: „Ich finde die Idee gut. Oder aber wir nennen die Straße Paul-Sefrin-Allee“.

Rad- und Fußweg wird verlängert

Die Idee, die Enden der beiden geplanten Abwasser-Kanäle miteinander zu verbinden, lehnte Werksleiter Eckart Schwarz ab. Die aufgekommene Befürchtung, dass es ohne eine Kanalverbindung zu Geruchsbelästigungen kommen könnte, sei unbegründet. „Abwasser riecht. Das ist keine Frage. Es kommt aber immer darauf an, wie lange es steht“, sagt der Werksleiter. Probleme mit Gerüchen gebe es eher bei Pumpanlagen, im Neupeter Hof wird es die nicht geben, da das Neubaugebiet am Hang liegt. Die Kanalenden miteinander zu verbinden wäre laut Schwarz nur unnötig teuer.

Dafür wird aber der Rad- und Fußweg entlang der Kreisstraße um rund 20 Meter bis zur nächsten Einmündung verlängert. Weil das zusammen mit der Erschließung des Baugebietes passieren soll, kommt Bechhofen dabei relativ günstig weg, so Bürgermeister Sefrin. Rund 11.000 Euro kostet das Vorhaben, der Auftrag ging an die Mertesheimer Firma Bender.

x