Münchweiler / Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandsbürgermeister-Wahl: So präsentierten sich die Bewerber vor Publikum

Diskutierten beim Wahlforum über die drängenden Themen der Verbandsgemeinde Rodalben (von links): Redaktionsleiter Andreas Gante
Diskutierten beim Wahlforum über die drängenden Themen der Verbandsgemeinde Rodalben (von links): Redaktionsleiter Andreas Ganter, die Kandidaten Claus Schäfer (CDU), Dirk Bauer (AfD), Peter Spitzer (SPD) und der stellvertretende Redaktionsleiter Andreas Danner.

Claus Schäfer (CDU), Peter Spitzer (SPD) und Dirk Bauer (AfD) stellten sich beim Wahlforum der RHEINPFALZ den Fragen von Redaktion und Lesern.

Wer wird Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben und damit Nachfolger von Wolfgang Denzer (SPD)? Diese Frage treibt Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde derzeit um. 11.600 Wahlberechtigte haben die Möglichkeit, am 14. September einen der folgenden Kandidaten zu wählen: Claus Schäfer (CDU), Peter Spitzer (SPD) oder Dirk Bauer (AfD). Für welche Inhalte stehen die Kandidaten, welche Ideen haben sie, um die VG fit für die Zukunft zu machen?

Genau das wollten Redaktionsleiter Andreas Ganter und sein Stellvertreter, Andreas Danner, beim Wahlforum am Mittwochabend wissen. Es sei nicht alltäglich, dass sich die drei Kandidaten den direkten Fragen und einem offenen Austausch stellten, erklärte Andreas Ganter. Die Kandidaten standen rund eineinhalb Stunden vor einem voll besetzten Bürgerhaus in Münchweiler Rede und Antwort. Über 200 Gäste waren gekommen.

Das sind die Kandidaten

Bevor es inhaltlich wurde, stellte Andreas Danner die Kandidaten kurz vor. Für die CDU geht Claus Schäfer ins Rennen. Der 58-Jährige ist seit 2019 Stadtbürgermeister von Rodalben und selbstständiger Raumausstattermeister.

Die SPD hat Peter Spitzer nominiert. Der 53-jährige Bauingenieur hat bis zu den Sommerferien an der Realschule in Rodalben unterrichtet. 15 Jahre lang war er Ortsbürgermeister seines Heimatdorfes Donsieders, acht Jahre lang hauptamtlicher Beigeordneter des Landeskreises Südwestpfalz.

Dirk Bauer stammt aus Rodalben und tritt für die AfD an. Der 49-Jährige ist Prüfer für Luftfahrzeuge und vertritt seine Partei im Verbandsgemeinde- und Stadtrat. In der vergangenen Wahlperiode gehörte er dem Kreistag Südwestpfalz an.

Wer war schon mal in der Biebermühle?

Ein Thema, das sowohl die Kandidaten, als auch die Wählerinnen und Wähler seit Monaten beschäftigt, ist das Freibad Biebermühle. Auf die Frage, wer schon einmal dort geschwommen ist, gingen überall im Publikum die Hände in die Höhe – auch bei den Kandidaten. Ihre einhellige Meinung: „Die Biebermühle muss erhalten bleiben.“

Weitere Themen waren die Grundschulen in der VG, die Freiwilligen Feuerwehren, die Finanzen und der Tourismus. Bei vielem waren sich die Kandidaten einig – auch bei der gegenseitigen Wertschätzung. Sie alle kennen sich seit Jahren, legen Wert auf einen fairen Umgang miteinander.

Das wollten die Leser wissen

Die Redaktion hatte im Vorfeld die Leser gefragt, was sie gerne von den Kandidaten wissen würden. „Wie wollen Sie die Verantwortung als Verbandsbürgermeister und Chef einer Verwaltung meistern?“, lautete die erste Frage an Dirk Bauer, der von den Bewerbern die wenigste kommunalpolitische Erfahrung hat. „Das wird nicht einfach“, sagte Bauer. Es könnte aber auch ein Vorteil sein, Dinge einmal anders anzugehen, als es bisher gemacht worden sei.

Von Claus Schäfer wollten die Leser wissen, wie er künftig drei Jobs unter einen Hut bringen wolle – als Stadtbürgermeister, Geschäftsinhaber und Bürgermeister der VG. Darüber hat sich Schäfer selbst bereits Gedanken gemacht: Sollte er gewählt werden, werde er sein Geschäft an einen Mitarbeiter übergeben und sich künftig voll auf die politischen Ämter konzentrieren.

Bei Peter Spitzer waren es zwei Fragen, die die Leser beschäftigten: Warum er nicht als Landtagskandidat antrete und warum er auf seinen Wahlplakaten auf das SPD-Logo verzichte. Das Amt, für das er kandidiere, sei unparteiisch und überparteilich, betonte Spitzer. Daher habe für ihn ein Partei-Logo nichts auf dem Wahlplakat verloren. Er habe sich bewusst für die Kandidatur in der VG Rodalben entschieden, hier sei seine Heimat, in der er sich einbringen wolle, betonte Spitzer.

So wollen die Kandidaten von sich überzeugen

Am Ende hatte jeder Kandidat zwei Minuten Zeit, um die Menschen von sich zu überzeugen. Den Anfang machte Dirk Bauer: „Ich will für die Bürger einstehen, dafür, was sie brauchen“, sagte Bauer. Er kritisierte, dass in der Kommunalpolitik immer wieder nach Parteiinteressen gehandelt werde. Er wolle das Amt unparteiisch führen: „Mir geht es um die VG Rodalben. Nicht um die Parteien“, warb Bauer für sich.

In seinen sieben Jahren als Stadtbürgermeister habe er täglich fünf Stunden der Verwaltungsarbeit gewidmet, erzählte Claus Schäfer. All die Erfahrungen, die er dabei gesammelt habe, wolle er als Bürgermeister der VG einbringen. Mit einem offenen Ohr für die Menschen, mit Leidenschaft, Verlässlichkeit und einem klaren Blick für das, was gut für die VG sei.

Er wolle sich mit aller Kraft und Leidenschaft für die VG einsetzen, betonte Peter Spitzer. Dabei liege ihm jede Ortsgemeinde gleichermaßen am Herzen. Werde er gewählt, wolle er kein weiteres Ehrenamt bekleiden, sondern sich ganz auf die Aufgabe als Bürgermeister der VG konzentrieren. Dabei werde er seine kommunalpolitische Erfahrung und seine berufliche Expertise für die Zukunft der VG einbringen.

Claus Schäfer (CDU)
Claus Schäfer (CDU)
Peter Spitzer (SPD)
Peter Spitzer (SPD)
Dirk Bauer (AfD)
Dirk Bauer (AfD)
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