Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl: Claus Schäfer (CDU) will ein gutes Miteinander erreichen

Claus Schäfer
Claus Schäfer

Am 14. September wählt die Verbandsgemeinde Rodalben einen neuen Bürgermeister. Für die CDU tritt Claus Schäfer an.

Vor zehn Jahren hätte sich Claus Schäfer noch nicht vorstellen können, ein politisches Amt auszuüben. Inzwischen ist er bereits seit sieben Jahren der Bürgermeister der Stadt Rodalben, hierzu zuletzt gewählt mit 72,5 Prozent der Stimmen, und nun strebt der 58-Jährige an, bei der Wahl am 14. September Bürgermeister der Verbandsgemeinde zu werden. Sein beruflicher Weg nahm bis zum politischen Einstand seinen Lauf auf familiär vorgestellten Weichen. Claus Schäfer erlernte nach dem Realschulabschluss den Handwerksberuf des Raumausstatters, führte nach dem Tod des Vaters das Geschäft weiter, wurde mit Ausnahmegenehmigung Geschäftsführer und erwarb erst später, 1994, den Meisterbrief. Politisch blieb er lange Zeit unbedarft, hatte ihm das Elternhaus doch stets geraten, aus Geschäftsinteresse nach außen neutral zu bleiben.

Statt über kommunale Angelegenheiten zu beratschlagen, widmete er sich vor allem seinem Beruf, verlegte Böden, gestaltete Gardinen, baute Markisen ein und betrieb seine Polsterei. Seine Freizeit füllte der Schießsport aus, in dem er es bis zum Deutschen Meister brachte, dazu seine Leidenschaft für Musik. Trompete zu spielen hatte er bei seinem Musiklehrer an der Realschule gelernt. Beim Trompetenspiel kann der vierfache Vater abschalten, findet er Entspannung.

Politik als zweites Standbein

Die politische Enthaltung gab er 2017 mit dem Eintritt in die CDU auf, in der Überzeugung „Selbstständigkeit im Beruf und CDU, das passt zusammen“. Den körperlichen Strapazen seiner handwerklichen Arbeit geschuldet, reifte die Vorstellung, sich durch die Politik Entlastung mittels eines zweiten wirtschaftlichen Ankers zu verschaffen. Bis dahin hatte die CDU allerdings ihren Stadtbürgermeister-Kandidaten bereits nominiert, so dass er sich entschloss, als parteiloser Bewerber anzutreten. Schäfer setzte sich mit 55 Prozent der Wählerstimmen durch.

Im Rückblick auf seine seitherigen Bürgermeisterjahre sieht er es als sein Verdienst, den Stadtrat ein „Stück weit näher zusammengebracht“ zu haben, zugunsten einer konstruktiven Zusammenarbeit. Er selbst versieht seine Arbeit einsatzfreudig und pflichtbewusst, ist täglich von 9 bis 13 Uhr, oft bis 14 Uhr, im Rathaus unterwegs, um dann die Arbeitsklamotten überzustreifen und Handwerker zu sein, ehe er sich am Abend wieder für Sitzungen rüstet.

In Personalunion Stadtbürgermeister

Dass trotzdem Projekte liegen blieben, sich die städtebauliche Sanierung dahin schleppt oder die Schwallbornanlage noch in den Startlöchern steckt, dafür nennt Schäfer Gründe: allen voran die „unendliche Bürokratie mit mitunter unglaublichen Auflagen“, auch die Sparbesetzung durch Vertretungen beim Planungsbüro, personelle und krankheitsbedingte Ausfälle im eignen Haus. „Aber wir kommen mit den Projekten der Stadtsanierung zeitig ans Ziel“, versichert er glaubwürdig.

Das Amt des Verbandsbürgermeisters würde Schäfer in Personalunion mit dem Amt des Stadtbürgermeisters ausüben. Vorerst zumindest. „Ich bin noch für drei Jahre gewählt, und ich gedenke, mein Wahlversprechen zu halten“, betont er, „wie es danach weitergeht, wird man sehen“. Für seine Firma hat er einen Nachfolger gefunden.

„Wenn ich in das Amt des VG-Bürgermeisters gewählt werde, steht für mich das gute Miteinander und das motivierte Arbeiten im Rathaus ganz obenan“, sagt er. Als weitere Ziele nennt er die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung, die enge Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern für ein gedeihliches Miteinander, die zukunftsfähige Struktur der Grundschulen oder die Stärkung des Tourismus und der Wirtschaft. In seinem Wahlprospekt stehen eine Menge anderer Ziele (vielfach nachzulesen) wie etwa „die Erstellung eines gemeinsamen Sanierungskonzepts für das Schwimmbad Biebermühle“.

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