Hauenstein Manfred Seibel (Grüne) will nun doch nicht die Energiegesellschaft führen

Will lieber Ratsmitglied bleiben: Manfred Seibel.
Will lieber Ratsmitglied bleiben: Manfred Seibel.

Andreas Knurr soll ab dem 1. Januar Geschäftsführer der Energiegesellschaft Hauenstein werden. Das ist der Wunsch des Verbandsgemeinderates Hauenstein. Über die Besetzung entscheidet der Aufsichtsrat der Gesellschaft.

Andreas Knurr ist Meister im Straßenbauerhandwerk und technischer Mitarbeiter im Sachgebiet Tiefbau der Verbandsgemeinde Hauenstein. Der 33-Jährige kommt zum Zuge, weil der ursprünglich für die Geschäftsführerposition vorgesehene Manfred Seibel (Grüne) einen überraschenden Rückzieher machte. Möglicherweise wird die Führung der Energiegesellschaft noch um einen Prokuristen erweitert. Der Betriebsführer des Hauensteiner Elektrizitätswerks, Martin Pfeifer, würde diese Aufgabe unentgeltlich übernehmen, sagte Hauensteins Ortsbürgermeister Michael Zimmermann am Montagabend im Verbandsgemeinderat.

Seibel erläuterte dem Rat seine Beweggründe für den Rückzug. Es sei ihm so nicht bekannt gewesen, dass er sein Ratsmandat hätte niederlegen müssen, wenn er die Geschäftsführung der Energiegesellschaft übernommen hätte, sagte er. „Ich hätte das gerne übernommen, fühle mich aber meinen Wählern verpflichtet“, ergänzte Seibel. Diese hätten ihn mit einem guten Ergebnis in den Rat gewählt. Seibel gehört dem Verbandsgemeinderat seit 38 Jahren an. „Für mich ist das nicht einfach“, räumte er ein, dennoch habe er „dem Ratsmandat den Vorzug gegeben.“ Und er betonte: „Wir stehen vor einem Neustart, der ist ungeheue

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Verbandsgemeinderat hat Doppelspitze abgelehnt

Im März war Seibel von seinem Amt als dritter Beigeordneter der Verbandsgemeinde zurückgetreten, weil er sich darüber geärgert hatte, dass die Beigeordneten keine eigenen Geschäftsbereiche erhielten. Seibel hätte sich damals gerne um die Energiegesellschaft gekümmert.

Zuletzt führte Peter Nonnemacher die Geschäfte der Gesellschaft zur Nutzung erneuerbarer Energien mbH Verbandsgemeinde Hauenstein, wie sie in Gänze heißt. Er wurde von der Kaiserslauterer Stadtwerke-Tochter WVE gestellt. Die WVE hat die Gesellschaft verlassen, Hauenstein hat deren Anteile übernommen. Die Diskussion um die Besetzung des Geschäftsführerpostens läuft schon länger. Im August hatte der Verbandsgemeinderat eine Doppelspitze mit Manfred Seibel und Martin Pfeifer abgelehnt. Im September hatte Bürgermeister Patrick Weißler dann Manfred Seibel vorgeschlagen, nachdem es zuvor Gespräche mit allen Ratsfraktionen gegeben hatte.

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